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Online-Dienstleister United Internet profitiert von Viren-Angst

Die Angst vor Computerviren hat bei dem rheinland-pfälzischen Computer-Dienstleister United Internet im ersten Halbjahr 2004 für einen wirtschaftlichen Schub gesorgt.

dpa MONTABAUR. Die Angst vor Computerviren hat bei dem rheinland-pfälzischen Computer-Dienstleister United Internet im ersten Halbjahr 2004 für einen wirtschaftlichen Schub gesorgt.

Nach Angaben des im Tecdax notierten Unternehmens wechselten aus Angst vor Virenattacken immer mehr E-Mail-Nutzer vom kostenlosen E- Mail-Dienst GMX zu so genannten Bezahldiensten mit entsprechendem Virenschutz. "Wenn man so will, hat das Virenproblem unser Geschäft belebt", sagte der Vorstandsvorsitzende Ralph Dommermuth am Freitag bei der Vorlage aktueller Halbjahreszahlen in Frankfurt.

In technischer Hinsicht sei dem in Montabaur ansässigen Unternehmen angesichts der immer raffinierteren Viren-Attacken im Internet nicht bange. "Das ist bei uns kein Thema", sagte Dommermuth. Das Unternehmen biete immer mehr Leistungen über sein zentrales Rechenzentrum an. Dieses sei immer mit dem aktuellen Virenschutz ausgerüstet. "Bei neuen Virenangriffen hatte unser Schutzsystem eine Trefferquote von 100 %", fügte der Unternehmenschef hinzu.

Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr 2004 erwartet das vor allem durch den E-Mail-Dienst GMX bekannt gewordene Unternehmen einen Gewinn vor Steuern in Höhe von rund 80 Mill. ?. Die frühere Prognose von 78 Mill. ? hat United Internet angesichts der guten Ertragslage kurzfristig angehoben. In den ersten sechs Monaten verzeichneten die Internet-Spezialisten einen Vorsteuer-Gewinn (EBT) von 44,8 Mill. ?; dies entspricht im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 einem Zuwachs von 67 %. Der Umsatz kletterte von Januar bis Juni um 21 % auf 238,8 Mill. ?, erläuterte Vorstandsmitglied Norbert Lang.

Zum 30. Juni hatten nach Vorstands-Angaben rund 3,15 Millionen Internet-Nutzer Dienstleistungen des Unternehmens abonniert. Damit sei die Zahl der Abonnenten des bezahlten E-Mail-Dienstes, der Nutzer von Homepage-Angeboten und des schnellen Internet-Zuganges DSL seit Jahresbeginn um 350 000 gestiegen. "Bis zum Jahresende wollen wir 3,5 Mill. bezahlte Abonnements erreichen", betonte Dommermuth.

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