Online-Handel erwartet deutlichen Zuwachs in Europa und Asien
E-Commerce kann US-Weihnachtsgeschäft nicht retten

Der Einzelhandel in den USA hat der schwachen Nachfrage kaum etwas entgegenzusetzen. Lediglich das Online-Geschäft verspricht noch Zuwachs. Der Trend zeigt aber auch hier nach unten.

siri SAN FRANCISCO. Das überraschte sogar den unberirrbaren Optimisten und Gründer des Online-Warenhauses Amazon, Jeff Bezos: Die Kunden, die das neue Mode-Angebot bei Amazon testen sollten, füllten ihre virtuellen Warenkörbe prompt mit Jacken, Schuhen, Hemden, Socken und Unterwäsche der Marken Polo Ralph Lauren, DKNY, Guess und Liz Claiborne. Insgesamt orderten die Kunden mehr als 40 000 Kleidungsstücke online. Rabattgutscheine im Wert von 30 $, die Bezos vorab per Mail an die Kunden verteilt hatte, machten die Angebote besonders schmackhaft.

Nun hofft Amazon, dass das Klamotten-Shoppen im Internet einen deutlichen Schub für das Weihnachtsgeschäft bringt. Amazon erwartet mit 1,43 Mrd. $ im vierten Quartal 28 % mehr Umsatz als im Vorjahr. Auch das Online-Auktionshaus Ebay hat seine Umsatzprognose für die letzten drei Monate des Jahres deutlich erhöht und hofft nun auf ein Plus von 66 % im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Dennoch ist das Weihnachtsgeschäft im E-Commerce nur ein schwacher Lichtblick bei den trüben Aussichten für den Einzelhandel. Denn der Trend beim Online- Shoppen zeigt nach unten. So lag der Gesamtumsatz, Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Forrester zufolge, im dritten Quartal 2002 mit 17 Mrd. $ erstmals niedriger als im Vorquartal. In den zurückliegenden Jahren brachte das Einkaufen per Mausklick vor Weihnachten noch wesentlich höhere Wachstumsraten. Im Jahr 2000 lag das Plus in den USA gar bei mehr als 50 %. Diese Zeiten scheinen nun passé.

Daran werden auch die schätzungsweise 4 Millionen Kunden nur wenig ändern, die in diesem Jahr in den USA erstmals vom heimischen Bildschirm aus ihre Weihnachtsgeschenke kaufen. Sie sollen nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts Forrester im vierten Quartal mit 20 Mrd. $ rund 15 % mehr ausgeben als im Vorjahr. Der US-Einzelhandelsverband National Retail Federation erwartet trotzdem für das diesjährige Weihnachtsgeschäft lediglich ein Plus von 4 %.

"Das Weihnachtsgeschäft ist kein kompletter Reinfall aber auch nicht außergewöhnlich gut", kommentiert Forrester-Analystin Carrie Johnson. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten wegen eines möglichen Kriegs mit dem Irak, niedrigere Einkommen durch höhere Arbeitslosigkeit und gesunkene Boni zum Jahresende schmälerten die Kauflust. Zudem kaufe ein großer Teil der Kunden ohnehin nur dann online, wenn sie ein Schnäppchen machen können. "Wie immer jagen die Leute auch in diesem Jahr nach Sonderangeboten", sagt Analystin Johnson. Insgesamt spiegelt das Online- Geschäft aber die allgemeinen Trends im Einzelhandel wider. Und da sieht es in diesem Jahr eben nicht überwältigend gut aus.

Eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Jupiter Research hat ermittelt, wer überhaupt Weihnachtsgeschenke online sucht. Demnach planen 40 % der befragten amerikanischen Kunden zumindest einen Teil der Geschenke im Netz einzukaufen. Wie in den vergangenen Jahren werden auch in diesem Jahr niedrigpreisige Waren wie Bücher, CD, Spielwaren, Kleidung und Videos die Liste der Internet-Bestellungen anführen.

Ein wirklicher Wachstumsschub im E-Commerce kommt dagegen aus Europa und Asien. Experten der Marktforschungsgesellschaft Gartner rechnen damit, dass europäischen Kunden im vierten Quartal erstmals mehr online ausgeben, als die US-Käufer. "Europa wird ein enorm großer Markt werden und die Anbieter sollten darauf vorbereitet sein, diesen Markt bestens zu bedienen", sagt Gartner-Analyst Michael Cruz.

Der Online-HändlerAmazon ist darauf bereits vorbereitet. Während aktuell rund 35 % des Umsatzes aus dem internationalen Geschäft kommen, sollen es bis zum Jahr 2005 schon 50 % sein. Marktforscher Gartner hat allerdings eine konservativere Umsatzprognose als Konkurrent Forrester: Gartner rechnet für die USA mit einem Umsatz von 15,7 Mrd. $ im vierten Quartal, in Europa sollen es 15,8 Mrd. $ werden. Weltweit rechnen die Marktbeobachter mit einem Umsatz von 38 Mrd. $, das ist ein Plus von 48 % gegenüber dem Vorjahr. In Europa alleine soll der Zuwachs zum Vorjahreszeitraum sogar 75 % betragen. neue ModeAngebot bei Amzon testen sollten, füllten ihre virtuellen Warenkörbe prompt mit Jacken, Schuhen Hemden, Socken und Unterwäsche der Marken Polo Ralph Lauren, DKNY, Guess und Liz Claiborne. Insgesamt orderten die Kunden mehr als 40 000 Kleidungsstücke online. Rabattgutscheine im Wert von 30 $, die Bezos vorab per Mail an die Kunden verteilte hatte, machten die Angebote besonders schmackhaft.Dabei haben nicht zuletzt die Rabattgutscheine im Wert von 30 $ geholfen, die Bezos vorab per Mail an die Kunden verteilte.

Das Klamotten-Shoppen im Internet soll einen deutlichen Schub für das Weihnachtsgeschäft bringen. Amazon erwartet für das vierte Quartal mit 1,43 Mrd. $ immerhin 28 % mehr Umsatz von 1,43 Mrd. $ - ein Plus von 28 % gegenüber demals im Vorjahr. Auch das Online-Auktionshaus Ebay hat seine Umsatzprognose für die letzten drei Monate des Jahres deutlich erhöht und hofft nun auf ein Plus von 66 % gegenüber dem Vorjahr.- sie liegt jetzt 66 % über dem Vorjahreswert .

Denn das Weihnachtsgeschäft im E-Commerce ist ein schwacher Lichtblick bei den sonst eher trüben Aussichten für den Einzelhandel. Rund 4 Millionen Kunden werden dabei das erste Mal vom heimischen Bildschirm aus einkaufen. Nach Berechnungen der Marktforschungsgesellschaft Forrester soll der E-Commerce-Umsatz in den USA im vierten Quartal um 15 % auf 20 Mrd. $ klettern. Zum Vergleich: Der US-Einzelhandelsverband National Retail Federation rechnet im Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von 4 %.

Dennoch sind die Aussichten für den E-Commerce nicht überwältigend. : Überwältigend sind die Aussichten für den E-Commerce nicht.Im dritten Quartal 2002 fiel der Gesamtumsatz beim Online- Shoppen nach Berechnungen des Marktforschers Forrester mit 17 Mrd. $ sogar erstmals in der Geschichte des E-Commerce unter das Nivau des vorhergehenden Quartals. Und in den zurückliegenden Jahren brachte das Einkaufen per Mausklick vor Weihnachten wesentlich höhere Wachstumsraten. Schließlich hatte das Einkaufen per Mausklick in den vergangenen Jahren vor Weihnachten durch wesentlich höhere Wachstumsraten von sich reden gemacht-Im Jahr 2000 lag das Plus in den USA gar bei mehr als waren es in den USA mehr als 50 %. Diese Zeiten sind vorbei.

"Das Weihnachtsgeschäft ist kein kompletter Reinfall aber auch nicht aussergewöhnlich gut", kommentiert Forrester-Analystin Carrie Johnson. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten wegen eines möglichen Kriegs mit dem Irak, das gesunkene Konsumentenvertrauen sowie dasniedrigere Einkommen durch höhere Arbeitslosigkeit und gesunkene Boni zum Jahresende schmälerten die Kauflust. Jahresendboni tragen zur gesunkenen Kauffreude bei.Zudem kaufe ein großer Teil der Kunden ohnehin nur dann online, wenn sie ein Schnäppchen machen können. "Wie immer jagen die Leute auch in diesem Jahr nach Sonderangeboten", sagt Analystin Johnson. Insgesamt spiegelt das Online- Geschäft aber die allgemeinen Trends im Einzelhandel wieder. Und da sieht es in diesem Jahr eben nicht überwältigend gut aus.

Wie stark das Online-Shoppen zu Weihnachten bereits verbreitet ist, zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Jupiter Research. Demnach planen 40 % der befragten amerikanischen Kunden zumindest einen Teil der Geschenke im Netz einzukaufen. Wie in den vergangenen Jahren werden auch in diesem Jahr niedrigpreisige Waren wie Bücher, CD, Spielwaren, Kleidung und Videos die Liste der Internet-Bestellungen anführen.

Ein wirklicher Wachstumsschub im E-Commerce kommt dagegen aus Europa und Asien. Experten der Marktforschungsgesellschaft Gartner rechnen damit, dass europäischen Kunden im vierten Quartal erstmals mehr online ausgeben, als die US-Käufer. "Europa wird ein enorm großer Markt werden und die Anbieter sollten darauf vorbereitet sein, diesen Markt bestens zu bedienen", sagt Gartner-Analyst Michael Cruz.

Der Online-Händler Amazon ist darauf bereits vorbereitet. Während aktuell rund 35 % des Umsatzes aus dem internationalen Geschäft kommen, sollen es bis zum Jahr 2005 schon 50 % sein. Marktforscher Gartner hat allerdings eine konservativere Umsatzprognose als Konkurrent Forrester: Gartner rechnet für die USA mit einem Umsatz von 15,7 Mrd. $ im vierten Quartal, in Europa sollen es 15,8 Mrd. $ werden. Weltweit rechnen die Marktbeobachter mit einem Umsatz von 38 Mrd. $, das ist ein Plus von 48 % gegenüber dem Vorjahr. In Europa alleine soll der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar 75 % betragen.

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