Online-Reisebüro mit 31 Cent Gewinn je Aktie
Expedia verdient deutlich mehr als erwartet

Das US-Online-Reisebüro Expedia hat im abgelaufenen zweiten Quartal weit mehr verdient als zuvor von Analysten erwartet. Vor Sonderposten habe Expedia einen Gewin von 31 Cent je Aktie verbucht, teilte das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit.

Reuters SEATTLE. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten im Mittel einen Gewinn von zehn Cent erwartet, in einer Spanne von sieben bis 15 Cent. Der Nettogewinn hat nach Expedia-Angaben im Quartal bis Ende Dezember 5,2 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie betragen, verglichen mit einem Verlust von 25,3 Millionen Dollar oder 53 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Im nachbörslichen Instinet-Handel legten Expedia-Aktien auf über 52 Dollar zu, nachdem sie bereits mit neun Prozent im Plus bei 51,02 Dollar geschlossen hatten. Die Aktie hat sich damit weitgehend von ihrem Einbruch auf rund 20 Dollar nach den Anschlägen vom 11. September erholt.

Die Umsätze haben sich nach Konzernangaben mit 81,7 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt. Analysten hatten für das abgelaufene Quartal mit 65 Millionen bis 69,6 Millionen Dollar gerechnet. Während die Einnahmen aus dem Geschäft Werbung und Lizenzen zurückgingen, sorgte vor allem der überraschend starke Handel mit Komplettangeboten aus Hotel- und Reisebuchungen nach Worten von Expedia-Chef Rich Barton für hohe Umsätze. "Die Menschen sind wieder zurückgekehrt. Sie sind sogar öfter im Internet als früher. Vielleicht wollen sie gerade wegen der aktuellen Angst vor Reisen möglichst viele Informationen bekommen, sie wollen gerade deshalb bessere Geschäfte machen, sie wollen wissen wie die Flughäfen aussehen", sagte Barton.

Expedia rechnet für das laufende Quartal mit Umsätzen von etwa 87 Millionen Dollar. Analysten gingen bisher von 75,8 bis 78,4 Millionen Dollar aus.

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