Online-Videos
Der Untergang des Fernsehzeitalters – Teil 1

Das Zeitalter der Internet-Videos hat begonnen und ändert die Fernsehgewohnheiten der Zuschauer grundlegend. Im Rennen um die Gunst des Publikums punkten bisher die Web 2.0 Portale, die etablierten Giganten wie Yahoo oder MSN haben das Nachsehen. In eine finstere Zukunft blicken hingegen die klassischen TV-Sender.

LOS ANGELES. Rewind, Pause, Record - das Video-Zeitalter begann eigentlich bereits mit der Erfindung des Videorecorders in den 70er Jahren: Zum ersten mal war es dem Zuschauer möglich, das Abspielen bewegter Bilder dem individuellen Lifestyle anzupassen und nicht umgekehrt.

Das Publikum streifte damals schon seine linearen Sehgewohnheiten ab und forderte einen Innovationsbedarf ein, der Unterhaltungsgiganten wie Sony, Philips oder Apple zu digitalen Höhenflügen anfeuerte, die bis heute nachwirken. Einziger Unterschied: Jetzt sitzt der Konsument selbst am Ruder und diktiert, was ihm die Industrie wann, wo, von welcher Plattform, in welcher Form und Dateigröße liefern darf. Dafür stehen im Internet inzwischen zahllose Video-Portale bereit, die in den vergangenen 24 Monaten aus dem Boden gestampft worden sind und den Bedarf an Video-Clips, Kino-Trailern und Internet-Fernsehen decken.

"On demand, Geschwindigkeit und Mobilität" lautet die Devise für die Breitband-Generation, und die Parallelen zu den Anfängen des Fernsehens in den 50er Jahren sind verblüffend: Mit der Bildröhre erschien eine neue Technologie für die breite Masse und daraus entstanden damals wie heute neue Erzählformen, neue Distributionsmodelle, neue Formen der Produktwerbung, neue Wege zur Finanzierung und neue Erlösmodelle. Das Publikum konsumierte fortan Bewegtbilder zu Hause im Wohnzimmer statt ins Lichtspieltheater nebenan zu gehen. Heute locken Computer, ipod und Handys mit Fernsehinhalten und machen der Mattscheibe die Zuschauer streitig.

Breitband-Video mag im revolutionären Effekt auf Industrie und Märkte vielleicht nicht ganz mit der Entwicklung des Fernsehens standhalten, es sei jedoch folgende Analogie erlaubt: Das Erblühen des Kabelfernsehens in den frühen 80er Jahren. Von einem Tag auf den anderen stieg die Anzahl einer handvoll alteingesessener Sender erst auf zweistellige analoge und bald auf dreistellige digitale Kabelkanäle an.

Durch die aktuell rasante Verbreitung von Breitband-Videos wiederum erweitert sich das Angebot für Zuseher, Produzenten und Sponsoren momentan zu zehntausenden, ja hunderttausenden internationalen Breitband Networks. Und hier liegt auch die innovative Chance dieser technologischen Plattform: Die Globalisierung von Inhalten, die Dominanz der Brands und die Nische als ertragreiches Erlösmodell.

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