Online-Werbemarkt in Deutschland und Europa
Deutschlands Digitale Wirtschaft im internationalen Vergleich

Der Hype ist vorbei. Der neue Markt hat sich mit atemberaubender Geschwindigkeit selbst reguliert und gereinigt. Wie ist aber der aktuelle Gesundheitszustand des Patienten "Digitale Wirtschaft in Deutschland"?

Die Fakten sprechen eine andere Sprache, als es vielleicht auf den ersten Blick den Anschein hat: Die Investitionen der großen "Player" am Markt (z.B. T-Online) in neue Technologien und in die Entwicklung des Mediums Internet bestätigen das gleichbleibend hohe Vertrauen der Marktführer in die Neuen Medien. Am Beispiel des Online-Werbemarktes schneidet Deutschland im internationalen Vergleich äußerst positiv ab: So hält Deutschland neben Großbritannien mit Abstand die Top-Position auf dem Online-Werbemarkt in Europa. Nach "eMarketer 2001" hat Deutschland mit 27 Prozent gegenüber den Briten knapp die Nase vorn, zusammen schöpfen beide Länder über 50 Prozent der Werbeausgaben ab. Der deutsche Markt ist zudem in einer Aufwärtsbewegung. Seit dem März 2002 liegen die Werbeausgaben in Deutschland über dem des jeweiligen Vorjahres-Monats. Seit April bewegen sich die Zuwächse sogar wieder im zweistelligen Prozentbereich (Quelle: Nielsen Media Research Deutschland, Online-Werbeaufwendungen). Deutsche Vermarkter wie "Interactive Media" gehen den Schritt in die Nachbarländer und T-Online verfolgt die klare Strategie, die Nummer Eins unter den Providern in Europa zu werden.

Deutschland ist größter europäischer Internet-Markt

Darüber hinaus hat sich in Deutschland durch die Konzentration der Vermarkter und der Angebote ein hohes Maß an Qualität etabliert. Die Branche kann auf große Marken zugreifen, die Internet-Nutzung nimmt nach wie vor zu und die Zahl der Unternehmen im Netz steigt täglich. Laut "eMarketer" ist Deutschland schon jetzt der größte Internet-Markt in Europa. Deutschland verzeichnet 32 Mill. private Nutzer vor Großbritanien mit 22,8 Mill. und Frankreich mit 13,8 Mill.

Unter diesen Voraussetzungen machen sich die deutschen Online-Vermarkter die berechtigte Hoffnung, den Anteil an den Gesamt-Werbeaufwendungen mittelfristig von derzeit einem auf sieben Prozent zu erhöhen. Im Vergleich zum Mutterland des Netzes, den USA, bietet Deutschland somit den interessantesten europäischen Markt. Auch in den USA wurde kräftig aufgeräumt, teilweise sogar mit Hollywoodreifen Firmenpleiten. Der Abstand zu den Amerikanern konnte in technologischer Hinsicht verkürzt werden. Nachholbedarf gibt es noch im Bereich sicherer Zahlungssysteme und werblicher Machbarkeiten, wie dem Einsatz von "Cookies". Die Kreativität der Online-Werber steht dem internationalen Niveau in nichts nach, was die zahlreichen "Awards" für interaktive Werbung in Deutschland und auch die Preise von deutschen Agenturen bei inhaltlichen Wettbewerben beweisen. Auch in Cannes können sich die Beiträge aus deutschen Landen immer sehen lassen. Die Internet-Wirtschaft steht auf gesundem Boden und kann mit weiterem Engagement das bestimmende Moment der europäischen "Digital-Economy" werden.

Arndt Groth, Interactive Media CCSP AG

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