Online-Werbung
Der Banner-Boom im Internet geht weiter

Die Marketingbranche wächst im Bereich der Onlinewerbung rasant. Die Firmen geben in manchen Ländern schon über 100 Euro pro Besucher aus. Und noch sind die Grenzen des Wachstums nicht erreicht.

Onlinewerbung ist für die meisten schon so alltäglich wie die Werbung in Zeitungen, Radio und Fernsehen. Doch trotz der Tatsache, dass die Online-Werbung sich schon etabliert hat, wächst die Branche weiterhin in einem rasanten Tempo.

Das Interactive Advertising Bureau Europe (IAB Europe) beziffert aktuell den Zuwachs in Europa im letzten Jahr auf durchschnittlich 40 Prozent. Damit konnte der europäische Markt gegenüber dem amerikanischen Markt, der nur um 26 Prozent gewachsen ist, deutlich aufholen. Insgesamt wurden in Europa über elf Milliarden Euro im Bereich des Online-Marketings umgesetzt in den USA beträgt der Umsatz 14,5 Milliarden Euro. Zwei Drittel des Umsatzes in Europa entfällt auf Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Hier war jedoch der Umsatzzuwachs geringer als in den stark wachsenden Märkte in Griechenland (91%), Spanien (55%) und Slowenien (49%).

In den Niederlanden, Norwegen, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Deutschland und Polen macht der Anteil des Online-Marketings bereits mehr als 10 Prozent des gesamten Marketing-Umsatzes aus. In den Niederlanden sind es fast 20 Prozent. Der Präsident des IAB Europe sagte dazu: "Wir sind auf dem besten Weg unser Ziel "10 vor 10" zu erreichen. Ziel sei es bis 2010 in zehn europäischen Ländern den Marktanteil der Onlinewerbung auf über zehn Prozent zu steigern.

Interessant ist der Vergleich des Volumens, das die Werbetreibenden in den verschiedenen europäischen Märkten investieren, um einen Internetnutzer zu erreichen. Um diesen Wert zu veranschaulichen hat das IAB Europe die Messgröße der "Pro-Kopf-Investitionen" festgelegt. Während der europäische Durchschnitt hier 2007 bei 80,60 Euro lag, zeigten sich die norwegischen Werbetreibenden mit 134,63 Euro pro Internetuser besonders investitionsfreudig. Auf den Plätzen folgen England (120,80 Euro) und Dänemark (109,48 Euro). Die deutsche Industrie hat ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht, lag mit 76,10 Euro aber noch knapp unter dem Gesamtdurchschnitt. Zum Vergleich: In den USA haben die Werbetreibenden 91,93 Euro pro Kopf aufgewendet. Insgesamt zeigt sich, dass mit zunehmender Marktreife auch die Pro-Kopf-Investitionen steigen. Das IAB Europe baut darauf die These auf, dass ein weiter entwickelter Markt höhere Preise erzielt.

Der Anteil der Onlinewerbung in Deutschland ist aber momentan nach Angaben des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Vergleich zu anderen Medien noch relativ gering.

Aus dem OVK Online-Report geht hervor, dass das Wachstum sich sogar langsam abschwächt. Zwischen 2004 und 2006 hatte sich der Umsatz noch jährlich verdoppelt.

2007 wurde nur noch ein Zuwachs von 40 Prozent erzielt. Für 2008 werden 29 Prozent prognostiziert.

Dennoch sieht der OVK noch viel Potenzial. Besonders im Bereich der Videowerbung wird es laut OVK noch großes Wachstum geben. Allein im zweiten Halbjahr 2007 ist der Umsatz um über 200 Prozent gestiegen. Außerdem steigt auch die Anzahl der Internetuser weiter. 2007 wurde die 40 Millionen Grenze überschritten.

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