"Online wird immer wichtiger"
"Handelsblatt" erwartet 2002 steigende Auflage

Die Wirtschaftstageszeitung "Handelsblatt" erwartet 2002 trotz eines schwierigen Umfeldes eine Steigerung ihrer Auflage und eine Ergebnisverbesserung.

rtr DÜSSELDORF. "Wir müssen profitabel wachsen und wir sind überzeugt, dass wir das dieses Jahr können", sagte der neue Chefredakteur Bernd Ziesemer, der zum Jahresanfang zusammen mit Thomas Knipp die Leitung des Blattes übernommen hat, am Freitag in Düsseldorf. "Wir werden deutlich profitabler sein als im letzten Jahr", ergänzte der Geschäftsführer der Handelsblatt GmbH, Christian Böllhoff. Am Jahresende habe die Auflage bei 155 460 Stück gelegen. Zum Jahresanfang 2002 seien die Zugangszahlen "sehr positiv" gewesen. Im Jahr 2000 lag die durchschnittlich verkaufte Auflage früheren Angaben zufolge bei rund 166 000. In fünf bis zehn Jahren strebt das im Holtzbrinck-Verlag erscheinende "Handelsblatt" eine Auflage von 200 000 an.

Um die Ziele zu erreichen, sei 2002 eine "signifikante Investition" geplant, sagte Böllhoff, ohne Zahlen zu nennen. Auch beim Marketing werde die Gesellschaft wieder sehr aktiv werden. 2001 sei ein "wirklich solides Ergebnis" erwirtschaftet worden. "Das gibt uns die Kraft und den Atem für dieses Jahr", sagte Böllhoff. Das Anzeigengeschäft gestalte sich in diesem Jahr aber erneut schwierig. Zum Jahresbeginn sei das Anzeigengeschäft unter dem entsprechenden Vorjahresniveau geblieben, was allerdings erwartet worden sei. Die beiden neuen Chefredakteure wollen das "Handelsblatt" stärker als multimediale Marke aufstellen. Zeitungs- und Online-Redaktion sollen näher zusammengebracht und die Kooperation mit dem Nachrichtensender "n-tv" ausgebaut werden. "Online wird immer wichtiger", sagte Knipp. "In fünf bis zehn Jahren werden wir langsam anfangen, von der papiergedruckten Zeitung Abschied zu nehmen." Darauf müsse man sich vorbereiten.

Für die Zeitung sei zwar kein erneuter Relaunch geplant, jedoch eine Menge kleinerer Veränderungen vorgesehen. "Wir sind daran gegangen, magaziniger zu werden", sagte Ziesemer. Inhaltlich sollen künftig stärker Dienstleister wie Unternehmensberatungen und Werbeagenturen angesprochen werden. "Wir wollen das alles damit verbinden, die Lesbarkeit zu erhöhen", ergänzte Ziesemer.

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