Onlinebank hat deutlich an Wachstumsdynamik verloren
M.M. Warburg stuft Comdirect von "Halten" auf "Verkaufen" herunter

dpa-AFX/FRANKFURT. Die Investmentbank M.M. Warburg hat ihre Anlegeempfehlung für den Direct-Broker comdirect AG von "Halten" auf "Verkaufen" geändert. Comdirect habe im Jahresverlauf 2000 deutlich an Wachstumsdynamik verloren, teilte M.M. Warburg am Donnerstag mit. Ausserdem hätten sich die Anlaufverluste der ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 41,6  Mill. Euro belastend ausgewirkt. Sie hätten den Vorsteuergewinn des Konzerns auf 25,6  Mill. Euro gedrückt.

Das laufende Jahr dürfte noch schwieriger werden, urteilten die Analysten. Zum einen verlaufe die Gewinnung von Neukunden sehr schleppend. Zum anderen mache sich das seit November 2000 geltende Preissystem negativ bemerkbar. Die Provisionsergebnisse aus dem Direct-Brokerage deckten nicht die entstehenden Kosten, meint M.M. Warburg.

Schlechter als erwartet entwickelte sich auch das Auslandsgeschäft. Wegen fehlender strategischer Partnerschaften habe comdirect bis Jahresende 2000 erst 2 200 Kunden in Frankreich und Großbritannien gewinnen können, hieß es. Die ausländischen Tochtergesellschaften dürften nach Einschätzung der Analysten 2001 in die Verlustzone abrutschen.

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