Onlineportal will Börsennotierung in Paris einstellen
Lycos Europe setzt auf bezahlte Internetdienste

Das Internetportal Lycos Europe NV, Haarlem, hat ehrgeizige Ziele. In drei bis fünf Jahren will das Unternehmen rund 100 Mill. Euro Umsatz pro Jahr allein aus Bezahldiensten erwirtschaften.

pos MAINZ. Das sagte der Vorstandschef des am Neuen Markt in Frankfurt notierten Unternehmens, Christoph Mohn, bei der Vorlage des Jahresergebnisses in Mainz. Das wäre dann fast so viel, wie Lycos Europe 2002 insgesamt umgesetzt hat.

Die Konzentration auf Bezahldienste - etwa kostenpflichtige Chat- oder Flirtdienste - soll die Abhängigkeit vom Werbemarkt reduzieren. Für 2003 erwartet Mohn hier allerdings noch wenig Impulse, die "Stabilisierung der Werbeumsätze" sei das kurzfristige Ziel.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz um 22 % eingebrochen, weil Werbekunden wie Bertelsmann ausfielen und verlustbringende Tochtergesellschaften verkauft wurden. Durch massive Kostensenkungen konnte Lycos Europe den Ebit-Verlust von 927 auf rund 90 Mill. Euro senken. Spätestens in fünf Jahren soll auch ein Ebit von von 20 bis 45 Mill. Euro erwirtschaftet werden.

Um die Kosten weiter zu senken, erwägt Mohn, die zweite Börsennotierung in Frankreich einzustellen. Deshalb wurden auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Januar rund 8 % des Aktienkapitals, das sich im Besitz von Lycos Europe befand, annulliert. Wenn die französische Börsenaufsicht bei einer Notierungseinstellung den Ankauf von Aktien durch das Unternehmen verlange, habe man wieder Spielraum, um eigene Aktien zu kaufen. Nach holländischem Recht darf Lycos bis zu 10 % eigener Aktien halten.

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