Opec-Beschluss und Venezuela-Streik
Ölpreis steigt

Der Ölpreis ist am Freitag bei Befürchtungen über einen Rückgang des Rohölangebots auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gestiegen.

Reuters LONDON. Händler verwiesen dabei auf den Opec-Beschluss für Produktionskürzung am Donnerstag und die Fortsetzung des Generalstreiks im Ölexportland Venezuela.

Der Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent stieg am Vormittag an der Londoner Warenterminbörse bis auf 27,74 Dollar je Barrel (1 Barrel entspricht 159 Liter). Gegen Mittag kostete Brent 27,05 Dollar und damit noch immer 18 Cent mehr als beim Vortagesschluss. Seit November stieg der maßgebliche Preis für Brent-Öl um etwa vier Dollar.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hatte sich am Donnerstag in Wien auf eine Drosselung der Öl-Überproduktion um 1,7 Millionen Barrel je Tag (bpd) geeinigt. Damit will das Ölkartell die Preise stützen und zudem das durch die Quotenüberschreitungen der vergangenen Monate getrübte Vertrauen der Märkte wieder herstellen. Viele Ölmarktexperten bezweifeln allerdings, dass die Opec-Länder ihre Produktionsquoten in Zukunft einhalten würden.

In Venezuela sind wegen des bereits seit elf Tagen andauernden Streiks die Öl-Ausfuhren des fünftgrößten Öl-Exporteurs der Welt zum Erliegen gekommen. Neben den Raffinerien der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA werden auch die Häfen bestreikt. Die USA, die ein Siebtel ihrer Ölexporte aus Venezuela beziehen, kündigten an, eventuell die strategischen Reserven von US-Ölgesellschaften anzuzapfen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%