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Opel-Betriebsrat: Sichere Arbeitsplätze Bedingung für Outsourcing

Der Betriebsrat des Opel-Werkes in Kaiserslautern hat Überlegungen zum Outsourcing von Stellen nicht grundsätzlich abgelehnt.

dpa-afx KAISERSLAUTERN. Der Betriebsrat des Opel-Werkes in Kaiserslautern hat Überlegungen zum Outsourcing von Stellen nicht grundsätzlich abgelehnt. Opel müsse sich aber durch Lieferverträge verpflichten, die heute bestehenden 2 400 Arbeitsplätze zu erhalten, sagte der Kaiserslauterer Opel-Betriebsratsvorsitzende Alfred Klingel am Rande einer Podiumsdiskussion am Dienstag in Kaiserslautern.

Der Mutterkonzern General Motors (GM) will bei seiner defizitären Tochter Opel 10 000 Stellen streichen. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" vom Dienstag will GM bis zu 6 000 Stellen auslagern. Neben der Teilefertigung in Kaiserslautern mit 3 000 Arbeitsplätzen seien davon etwa 3 000 weitere Stellen in den Werken Bochum und Rüsselsheim betroffen.

Drei Modelle Möglich

Nach Klingels Darstellung wären beim Outsourcing drei Modelle möglich: Die Gründung einer Komponentenfirma als reine Opel-Tochter, ein Joint Venture zwischen Opel und einer anderen Firma oder im Extremfall der Verkauf. Zunächst müsse Opel allerdings Lieferverträge für die jetzt Beschäftigten bringen, forderte Klingel. Dann sei es auch leichter möglich, einen Interessenten für das neue Unternehmen zu finden.

Das Opel-Management zähle nur noch die Außenhautteile der Autos zum Kerngeschäft, sagte Klingel. Da in Kaiserslautern aus diesem Bereich nur die Haube für den Vectra gefertigt werde, seien praktisch alle 2 400 Arbeitnehmer von Opel Kaiserslautern von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen.

Bei den Verhandlungen über das Sparpaket bei Opel, die am Dienstag auf Spitzenebene in eine neue Runde gingen, zeichnet sich unterdessen keine schnelle Einigung ab. Die Gespräche seien aber "in einer konkreten Phase", sagte ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim. Mit einer Einigung sei nicht vor Ende November zu rechnen. Während der laufenden Verhandlungen wollen sich Geschäftsleitung und Betriebsrat nicht zu Details äußern.

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