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Opel-Betriebsratschef kritisiert Management

Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz attackiert offen die eigene Unternehmensführung. "Die Fehler des Managements müssen endlich aufhören", sagte Franz im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz attackiert offen die eigene Unternehmensführung. "Die Fehler des Managements müssen endlich aufhören", sagte Franz im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Die aktuelle Krise bei der deutschen Tochter von General Motors sei bereits in den 90er-Jahren durch falsche Weichenstellungen des Vorstandes ausgelöst worden. Mrd.-Beträge seien durch hausgemachte Fehler verloren gegangen.

General Motors (GM) wird am Donnerstag erste Grundzüge für ein europäisches Sanierungsprogramm präsentieren. Im Gespräch ist der Abbau von 10 000 bis 12 000 Arbeitsplätzen. Dieses Jahr wird GM in Europa zum fünften Mal in Folge mit einem Verlust abschließen - Branchenkreise erwarten nach Informationen der Zeitung ein Minus von 400 bis 500 Mill. Euro.

Franz kreidet dem Opel - und GM-Management vor allem an, das starke Wachstum bei Dieselmotoren und bei Nischenmodellen verschlafen zu haben. Opel weist die Vorwürfe zurück. Die Belegschaft hat nach Angaben des Betriebsratschefs in den 90er-Jahren bereits zweimal mit einschneidenden Standortsicherungsverträgen Opfer bei Löhnen und Sozialleistungen erbracht. "Von unserer Seite ist der nötige Beitrag gekommen", betonte Franz, "wir haben den Ernst der Lage erkannt."

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