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Opel-Gespräche in 'konkreter Phase' - Opel-Chef wirbt für Autokauf

Bei den Verhandlungen über ein massives Sparpaket beim Autobauer Opel zeichnet sich keine schnelle Einigung ab. Die Gespräche, die am Dienstag auf Spitzenebene in eine neue Runde gingen, seien aber "in einer konkreten Phase", sagte ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim.

dpa-afx RÜSSELSHEIM. Bei den Verhandlungen über ein massives Sparpaket beim Autobauer Opel zeichnet sich keine schnelle Einigung ab. Die Gespräche, die am Dienstag auf Spitzenebene in eine neue Runde gingen, seien aber "in einer konkreten Phase", sagte ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim. Mit einer Einigung sei aber nicht vor Ende November zu rechnen. Während der laufenden Verhandlungen wollen sich Geschäftsleitung und Betriebsrat nicht zu Details äußern.

Der Mutterkonzern General Motors (GM) will bei seiner defizitären Tochter Opel 10 000 Stellen streichen. In den Gesprächen fordert die Arbeitnehmerseite den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und auf Werksschließungen. Dafür hatte der Gesamtbetriebsrat bereits Vorruhestandsregelungen bis 2010 sowie eine Verrechnung übertariflicher Leistungen angeboten.

Outsourcing

Nach einem Bericht des "Handelsblatts" vom Dienstag will GM bis zu 6 000 Stellen auslagern. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen solle mehr als die Hälfte des geplanten Stellenabbaus von rund 10 000 Jobs mit Outsourcing erreicht werden, schreibt die Zeitung. Neben der Teilefertigung in Kaiserslautern mit 3 000 Arbeitsplätzen seien davon etwa 3 000 weitere Stellen in den Werken Bochum und Rüsselsheim betroffen.

Unterdessen werben der Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG, Hans Demant, und der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, bei den Beschäftigten für den Kauf eines Opel. Wie die "Bild"-Zeitung (Dienstag) berichtete, habe Demant zusammen mit Führungskräften und Betriebsräten auf dem Firmenparkplatz der Opel-Zentrale in Rüsselsheim Angestellte angesprochen, die nicht mit einem Opel zur Arbeit kamen. Die Fremdfahrer seien aufgefordert worden, weiter vom Werk entfernt zu parken.

Ein Opel-Sprecher wies diese Darstellung zurück. "Es wurde kein Druck ausgeübt, aber innerhalb des Hauses an die Loyalität appelliert", sagte er. Demant und Franz hätten lediglich Informationsmaterial an Mitarbeiter verteilt, die mit dem Auto einer anderen Marke zur Arbeit kamen. Sie seien besonders auf Rabatte für Mitarbeiter hingewiesen worden.

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