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Opel legt Sparpaket vor - Keine Details - Betriebsrat will Garantien

Nach Daimlerchrysler und Volkswagen verlangt auch die General Motors-Tochter Opel von seinen 32 000 Beschäftigten in Deutschland Einschnitte bei Einkommen, Sozialleistungen und Arbeitszeit. Ein entsprechender Forderungskatalog sei den Arbeitnehmervertretern bei Verhandlungen mit dem Vorstand am Dienstag vorgelegt worden, teilte der Opel-Gesamtbetriebsrat am Mittwoch in Rüsselsheim mit.

dpa-afx RÜSSELSHEIM. Nach Daimlerchrysler und Volkswagen verlangt auch die General Motors-Tochter Opel von seinen 32 000 Beschäftigten in Deutschland Einschnitte bei Einkommen, Sozialleistungen und Arbeitszeit. Ein entsprechender Forderungskatalog sei den Arbeitnehmervertretern bei Verhandlungen mit dem Vorstand am Dienstag vorgelegt worden, teilte der Opel-Gesamtbetriebsrat am Mittwoch in Rüsselsheim mit.

Die Betriebsräte verlangen eine Beschäftigungssicherung bis mindestens 2010 sowie Kapazitäts- und Entwicklungszusagen für die deutschen Standorte. Die bestehenden Einkommen und Tarifverträge müssten gesichert werden und die Ausbildung erhalten bleiben. Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage zu Details nicht äußern.

Vertraulichkeit IN Tarifrunde

Beide Seite betonten, es sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Die Gespräche würden fortgesetzt. Vorstand und Betriebsrat wollen damit offenkundig eine konfliktreiche öffentliche Auseinandersetzung verhindern. Bei Daimlerchrysler hatte es in der Tarifrunde kurzfristige Streiks gegeben, bei VW , wo die Verhandlungen am 15. September beginnen, wird der Ton ebenfalls rauer.

Unklar ist bislang, wie hoch das angestrebte Sparvolumen bei Opel ist. Die Konzernmutter GM will mit ihrer angekündigten Neuorganisation in Europa insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Der neue GM-Europa-Präsident und Ex-Opel-Chef Carl-Peter Forster hatte erklärt, die Lohnstückkosten in den deutschen Werken müssten im zweistelligen Prozentbereich sinken.

Opel Lehnt WIE VW Garantien AB

Der neue Opel-Chef Hans Demant hatte eine Beschäftigungsgarantie in abgelehnt. "Ich kann keine Kapazitätsauslastung zusagen, wenn ich noch nicht einmal weiß, wie das Geschäft in diesen Zeiträumen läuft und wie sich die Konjunktur entwickelt", sagte er vor einer Zeit in einem Interview. Für die deutschen Werke gehe es im konzerninternen Wettbewerb mit den anderen Standorten in Europa darum, Effizienz und Produktivität deutlich zu steigern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Neben Opel wird derzeit auch bei Europas größtem Autokonzern VW um drastische Kostensenkungen und neue Tariflösungen gerungen. VW will bis 2011 seine jährlichen Personalkosten von 6,8 auf 4,8 Mrd. ? verringern. Zudem will der Konzern weniger für Pausen, Überstunden und Zuschläge zahlen. Das Einkommen soll künftig nur noch zu 70 % fest ausgezahlt werden, der Rest an den Unternehmenserfolg gekoppelt sein. Jobgarantien lehnt VW ab.

Bei Daimlerchrysler hatten sich Vorstand und Gesamtbetriebsrat/IG Metall nach einem wochenlangen Konflikt auf ein 500-Millionen-Euro-Sparpaket verständigt. Darufhin garantierte der Konzern die 160 000 deutschen Jobs der Mercedes Car Group bis zum Jahr 2012.

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