"Operative Güte"
British Telecom zahlt wieder Dividende

Der CEO der BT Group plc., London, will sein Unternehmen künftig mit einer Drei-Punkte-Strategie vorantreiben. Dabei werde sich der Fokus auf das Wachstum, eine effizientere Unternehmensorganisation und neue Breitband-Produkte für den Massenmarkt richten, sagte Ben Verwaayen am Donnerstag nach der Vorlage der Drittquartalszahlen.

vwd LONDON. Verwaayen will nach eigener Aussage mit dieser Strategie Zweifel aus dem Weg räumen, dass BT nach der Abspaltung ihres Mobilfunkgeschäftes MMO2 zu einem langsam wachsenden Unternehmen absinke.

Eines der Ziele sei die Schaffung einer neuen Unternehmenskultur, die den einstigen Monopolisten zu "operativer Güte" verhelfen solle, sagte der CEO. Nur mit einem solchen Geschäft lasse sich Cash-Flow generieren, der Freiheit für strategische Entscheidungen biete, sagte Verwaayen. Daneben wolle BT seinen kleineren und mittleren Geschäftskunden künftig IT-Services anbieten.

Allianzen mit Content-Anbietern könnten dann der richtige Weg sein, um diesen Markt in Großbritannien anzustoßen, erläuterte der CEO. Mit diesem Konzept liegt der erste Mann bei BT auf der Linie der Analysten, die schon zuvor solche Schritte gefordert hatten.

Wieder Dividende geplant

Das Unternehmen wird zum Ende des Geschäftsjahres 2001/02 (31.3.) seine Dividendenzahlungen wieder aufnehmen. CFO Philip Hampton sagte nach Vorlage der Drittquartalszahlen am Donnerstag, über die Höhe der Dividende sei noch nicht entschieden. Sie werde jedoch deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr hatte das britische Telekommunikationsunternehmen nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen und der Abspaltung der Mobilfunksparte die Zwischendividende ausgesetzt.

Mit einem EBITDA von 1,51 (1,49) Mrd. GBP für das dritte Quartal 2001/02 traf BT Group die Erwartungen der Analysten und legte gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % zu. Der Vorsteuergewinn aus fortgeführtem Geschäft vor außerordentlichen Posten und Firmenwertabschreibungen erreichte 381 (483) Mio. GBP, während Analysten im Mittel von 330,0 Mill. GBP ausgegangen waren. Die Beobachter begrüßten, dass der in der vergangenen Woche in das Amt eingeführte CEO Ben Verwaayen angekündigt habe, eine konservative Strategie von Effizienzsteigerung und Entwicklung des heimischen Breitband-Marktes zu verfolgen, anstatt den Konzern zu einem Global Player ausbauen zu wollen.

Der Markt bezeichnete den Geschäftsausweis von BT als das langweiligste Quartalsergebnis seit Jahren, begrüßte den Mangel an aufregenden Neuigkeiten jedoch. Der Kurs der BT-Group-Aktie stieg zeitweise um knapp 8,6 % und führte damit den FTSE-100 an. Gegen 11.12 Uhr MEZ gingen die Papiere mit einem Aufschlag von 7,1 % auf 243 p um.

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