Operatives Ergebnis gesteigert
Merck überrascht Analysten

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat im ersten Quartal 2003 sein operatives Geschäft im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum leicht gesteigert und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Reuters DARMSTADT. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei um 1,8 % auf 185 (Vorjahr: 182) Mill. ? gewachsen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 166 Mill. ? gerechnet. Ausblickend für das Gesamtjahr stellte Merck, sofern der Euro nicht signifikant steigt, eine stabile Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau in Aussicht.

Analysten hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang des operativen Geschäftes auf Grund von Währungseffekten und hohen Forschungskosten gerechnet. Das Ergebnis sehe gut aus, sagte Andreas Schmidt, Analyst beim Bankhaus Merrill Lynch. Die Generika-Sparte habe mit einem Umsatzwachstum von 17 % auf 273 Mill. ? die Erwartungen übertroffen, allerdings habe das Geschäft mit Originalpräparaten enttäuscht. Gewinntreiber sei nach wie vor das Chemiegeschäft, insbesondere die Flüssigkristalle. Diese steigerten die Umsätze um 15 % auf 84 Mill. ?. Die Darmstädter sind nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Flüssigkristalle, die unter anderem in Flachbildschirmen oder Notebooks zum Einsatz kommen.

Beim Umsatz verzeichnete Merck wegen Währungseffekten einen Rückgang im Anfangsquartal. Der Umsatz sei um 6,7 % auf 1,8 Mrd. ? gesunken. Merck leidet derzeit unter dem Kursanstieg des Euro zum Dollar und der Nachahmerkonkurrenz bei seinem vormals stärksten Umsatzbringer, dem Diabetes-Mittel Glucophage. Rund 36 % der Erlöse erzielten die Darmstädter 2002 in Nordamerika. Seit Frühjahr 2002 sind in den USA Glucophage-Generika auf dem Markt und seitdem sind die Umsätze mit dem Diabetes-Mittel drastisch gesunken. Im ersten Quartal 2003 gingen die Umsätze in Nordamerika um 21 % auf 581 Mill. ? zurück.

Neue Medikamente aus den Labors der noch jungen Krebssparte, die einmal den Umsatzausfall bei Glucophage ausgleichen sollen, haben noch nicht die Marktreife erlangt. Einzelheiten zum Entwicklungsstand des Krebsmittels Cetuximab, das 2004 in Europa auf den Markt kommen soll, sollen auf dem Onkologie-Kongress Asco in USA Ende Mai bekannt gegeben werden.

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