Opfer hatte keinen Personenschutz
Messerattacke auf Justizsenator: Kein politisches Motiv

Die Frau, die den Hamburger CDU-Politiker Roger Kusch am Donnerstag während eine Wahlkampfveranstaltung verletzte, ist der Polizei als geistig verwirrt bekannt, bisher aber nie gewalttätig geworden. Sie wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Die Tat löste bei Politikern Entsetzen aus.

HB HAMBURG. Die aus dem Stadtteil Altona stammende geistig verwirrte Frau hatte am Morgen in einer Fußgängerzone auf den Hamburger Justizsenator eingestochen und ihn leicht verletzt. Die 41-jährige Angreiferin wurde von Passanten überwältigt und der Polizei übergeben. "Es gibt kein politisches Motiv", sagte der Leiter des Staatsschutzes im Hamburger Landeskriminalamt, Bodo Franz.

Der am rechten Oberschenkel leicht verletzte Kusch wurde nach der Tat in seinem Dienstwagen zu einem Krankenhaus gefahren. Am frühen Nachmittag konnte er die Klinik wieder verlassen. "Es geht ihm gut, auch psychisch", sagte Arzt Hans-Joachim Roose. Die Behandlung solle ambulant fortgeführt werden.

"Der Stich hat weder Nerven, Knochen oder lebenswichtige Organe verletzt und ich hatte mutige Menschen neben mir", sagte Kusch der Tageszeitung "Die Welt" nach der Entlassung aus der Klinik. "Ich habe die Frau erst gar nicht wahrgenommen, sondern nur den Messerstich bemerkt." Nach etwas Ruhe wolle er am Sonnabend wieder aktiv in den Wahlkampf eingreifen. In Hamburg wird am 29. Februar ein neues Landesparlament gewählt.

Der Senator hatte an einem CDU-Informationsstand gestanden, als sich die Frau mit dem Ruf: "Du schwule Sau, Du hast mein Kind umgebracht" von hinten auf Kusch stürzte und mit einem Klappmesser mit zehn Zentimeter langer Klinge auf ihn einstach. Polizeipräsident Udo Nagel sagte, die kinderlose Frau sei der Polizei in Hamburg- Altona durch zahlreiche Telefonanrufe als geistig verwirrt bekannt.

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