Opium-Anbau verboten
Afghanistan weiterhin weltweit größter Opium-Produzent

Afghanistan ist auch nach dem Sturz des Taliban-Regimes der weltweit größte Opium-Produzent.

HB/dpa ROM. Zu diesem Schluss kommt eine am Freitag in Rom vorgestellte Studie des UN-Büros zur Bekämpfung von Drogenhandel und Kriminalität. Demnach wird die afghanische Opium-Produktion in diesem Jahr auf 3400 Tonnen geschätzt.

Die Herstellung des Rauschmittels sei weiterhin bedeutend, sagte der Direktor der UN-Behörde, der Italiener Antonio Maria Costa. Die in der Studie genannten, vor allem mit Hilfe von Satelliten-Aufnahmen geschätzten Mengen bestätigten die bisherige Vermutung. Die diesjährige Ernte bezeichnete Costa als "beachtlich hoch". 1999 war die afghanische Produktion mit 4600 Tonnen am höchsten gewesen.

Die neue Regierung von Präsident Hamid Karsai könne jedoch für die hohe Produktionsmenge nicht verantwortlich gemacht werden. Die Aussaat des Schlafmohns habe noch vor seiner Amtsübernahme im Januar stattgefunden und sei durch den Zusammenbruch von Recht und Ordnung Ende des Vorjahres begünstigt worden. Karsais Regierung hat als eine ihrer ersten Amtshandlungen den Opium-Anbau verboten.

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