Opposition will Lärmgutachten sehen
Nachtflüge in Frankfurt teurer

dpa WIESBADEN/FRANKFURT. Laute Flüge mit veralteten Maschinen und Nachtflüge am Frankfurter Flughafen werden vom nächsten Jahr an mit deutlich höheren Gebühren belastet. Das teilte der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) am Donnerstag im Wiesbadener Landtag mit. Er hoffe auf eine Verlagerung der Flüge in den Tag.

Die Zuschläge für laute Nachtflüge würden bis auf 25 000 DM pro Start und pro Landung (also bis zu 50 000 DM) angehoben. Bundesweit erstmals würden die Flugzeugtypen nach dem Lärm in sieben Kategorien eingeteilt. Für laute Maschinen zum Beispiel der Typen Iljuschin, Galaxy oder Boeing 727 müsse dann tags und nachts deutlich mehr bezahlt werden.

Am Frankfurter Flughafen gibt es in diesem Jahr 460 000 Flugbewegungen. Bis 2015 soll die Kapazität auf 660 000 Starts und Landungen steigen. Für die Zeit zwischen 22.00 und 06.00 Uhr sind für den Sommer (März bis Oktober) 2001 durchschnittlich 160 Starts und Landungen geplant, 28 % mehr als in diesem Sommer. Die CDU/FDP - Landesregierung befürwortet ein Nachtflugverbot zwischen 23.00 und 05.00 Uhr.

Die Grünen warfen der Landesregierung vor, ein Lärmgutachten über den Flughafen zurück zu halten und eine harte Konfrontation mit den Flughafengegnern zu riskieren. Die Regierungsparteien warfen den Grünen vor, nur Zweifel säen zu wollen. Die Regierungskoalition werde sich vom Nachtflugverbot auch nicht von Abwanderungsdrohungen der Lufthansa abbringen lassen. Posch sagte, das Lärmgutachten habe nachgebessert werden müssen und werde nach einer Prüfung durch die Landesanstalt für Geologie "in aller Kürze" veröffentlicht werden.

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