Oppositionskandidat erklärt sich zum Wahlsieger
Kostunica lehnt eine Stichwahl gegen Milosevic ab

ap BELGRAD. Der oppositionelle jugoslawische Präsidentschaftskandidat Vojislav Kostunica hat eine Stichwahl gegen Amtsinhaber Slobodan Milosevic abgelehnt. Kostunica teilte am Dienstagabend in einer Erklärung mit, er habe die zur Direktwahl erforderlichen 50 % der Stimmen bereits im ersten Wahlgang am Sonntag erhalten. Bei dem von der amtlichen Wahlkommission vorgelegten Ergebnis handele es sich um Wahlbetrug, erklärte Kostunica weiter.

Die Wahlkommission hatte zuvor mitgeteilt, Kostunica habe bei der Wahl 48,22 % der Stimmen erhalten, im Gegensatz zu 40,23 % für Milosevic. Die Kommission kündigte eine Stichwahl für den 8. Oktober an. Kostunicas Wahlbündnis Demokratische Opposition Serbiens (DOS) war nach eigener Auszählung von 55 % für Kostunica ausgegangen, im Gegensatz zu 35 % für Milosevic.

Kostunica erklärte, die Opposition werde es nicht akzeptieren, dass die Regierung auf dem Willen der Bürger herumtrampele. Allerdings werde er Spannungen vermeiden, die zu unvorhersehbaren Konsequenzen führen könnten.



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