Optimismus für Joint Venture
Sony und Ericsson präsentieren erste Handys

Ohne die erhofften 3G-Modelle für UMTS-Technik haben Sony und Ericsson am Dienstag in London und anderen europäischen Hauptstädten ihre ersten gemeinsam entwickelten Handys präsentiert.

dpa/vwd LONDON. Die unter Namen Sony Ericsson mit Hauptsitz in London zusammenarbeitenden Unternehmen hatten ihre Allianz im letzten Jahr bekannt gegeben. Ericsson hatte hohe Verluste beim Handyverkauf gemacht und war gegenüber dem finnischen Marktführer Nokia auch mit Blick auf den Marktanteil immer stärker zurückgefallen. Von der dritten Mobiltelefon-Generation (3G) für die neuen UMTS-Netze mit wesentlich höheren Kapazitäten und Geschwindigkeiten als bisher erhofft sich die ganze Handy-Branche neue Impulse.

Die sechs neu vorgestellten Modelle von Sony Ericsson sind nach ersten Bewertungen von Branchenbeobachtern äußerlich vom typischen Sony-Design geprägt und sollen gegenüber der bisherigen Ericsson - Modellpolitik stärker junge Käuferschichten ansprechen. Der japanische Chef von Sony Ericsson, Katsumi Ihara, meinte zur technischen Seite, mit den neuen Modellen sei endgültig der Schritt zur Bewältigung von Bildmaterial auf Handy-Displays vollzogen.

Das Unternehmen will bereits in dieser Woche eine Weiterentwicklung des Ericsson-Handys T68 zum Verkauf anbieten. Nach Konzernangaben kann das T68i als erstes weltweit zugängliches Mobiltelefon Bilder komplett übermitteln. Es arbeitet mit der Übermittlungstechnik MMS, die wie SMS bei Texten das Senden von Bildern an andere Handys oder Computer ermöglicht. Das Spitzenmodell von Sony Ericsson (P800) wird als Multimedia-Handy mit großem Farbdisplay und eingebauter Kamera angeboten. Es soll im Herbst in den Läden sein.

Das Joint Venture von Ericsson und Sony liegt im Plan, um im laufenden Jahr die Gewinnzone zu erreichen. Das Gemeinschaftsunternehmen teilte am Dienstag mit, innerhalb von fünf Jahren wolle das Joint Venture zum weltweit größten Hersteller für Mobiltelefone werden. Dieses Ziel solle unter anderem durch das Projekt erreicht werden, auf den Farbdisplays der Telefone Spiele anzubieten, die sich thematisch an den Spielfilmen der Filmsparte von Sony orientierten.

Weiter habe das Gemeinschaftsunternehmen mit Sun Microsystems , eine mehrjährige Lizenz- und Kooperationsvereinbarung für die Java-Technologie getroffen. Die neuen Telefone würden die Technologie von Sun Microsystems nutzen, hieß es.

Der Kurs des schwedischen Telekonzerns Ericssons sank nach der mit Spannung erwarteten Premiere der ersten Gemeinschaftsprodukte mit dem japanischen Elektronik-Multi Sony bis Mittag leicht um 1,2 % auf 48,65 Kronen.

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