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Optimismus hält Nasdaq im Plus

Die Unterschrift ist milliardenschwer: US-Präsident George Bush hat heute das erste Steuersenkungsprogramm unterschrieben. Das Paket sieht niedrigere Steuern für die nächsten zehn Jahre in Höhe von 1,4 Billiarden Dollar vor. Steuerzahler bekommen nun Schecks zugeschickt, verheiratete Paare beispielsweise können sich über eine Einmalzahlung von 600 Dollar freuen. Der Eingangssteuersatz wird von 15 auf 10 Prozent gesenkt. Auf eine aufflammende Einkaufsfreude der Amerikaner, die nun weniger von Zwangsabgaben gebeutelt werden, können sich vor allem die Einzelhändler freuen. Und so ziehen zur Mittagsstunde Konsumpapiere überdurchschnittlich an. Wal-Mart hat im Mai ein Umsatzplus von knapp vier Prozent vermeldet. Auch das beflügelt die Branche.

Schon seit Tagen können sich Chipwerte kräftig verbessern. Möglicherweise pokern die Anleger zu hoch. Sie steigen im Vorfeld der wichtigen Intel-Konferenz in die Halbleiter-Aktien ein. Mit Spannung wird der Ausblick in das laufende Quartal von Intel erwartet, der heute nach Börsenschluss gegeben wird. Sollten die ursprünglichen Ziele deutlich unterschritten werden, ist mit erneuten Verkäufen zu rechnen. Aber auch, wenn das Management die Umsatz- und Gewinnziele lediglich bestätigt, ist mit Gewinnmitnahmen zu rechnen.
Das Beispiel Broadcom zeigt, wie gelassen Investoren teilweise auf schlechte Nachrichten reagieren können. Der Hersteller von Kommunikationschips hat eine Umsatzwarnung ausgesprochen und gehört trotzdem zu den größten Gewinnern an der Nasdaq. Negativmeldungen sind demnach oftmals schon in den Kursen enthalten.

Microsoft könnte mit dem neuen Betriebssystem Windows XP den Startschuss für eine Kaufflut im PC-Bereich sorgen. Das hoffen zumindest die Elektronikketten. Diese rechnen damit, dass viele Kunden nicht nur auf das neue Programm, sondern auch gleich auf runderneuerte Hardware umsteigen. Windows XP könnte für viele Computernutzer eine gute Gelegenheit sein, sich einen neuen Rechner zuzulegen.

Drei Milliarden Dollar - das ist nicht eben ein Zuckerschlecken. Auch für den Tabakkonzern Philip Morris nicht, der nach einem Gerichtsurteil eben diese Summe an einen Raucher zahlen muss. Vor allem diese Aktie zieht den Dow Jones-Index nach unten. Aber auch Finanzwerte sind für das Minus im Kursbarometer für die Standardwerte verantwortlich. Gestern hatte J. P. Morgan die Branche belastet, weil die Bank von fallenden Umsätzen gesprochen hatte.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind unerwartet hoch ausgefallen. Sie sind in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit knapp einem Jahrzehnt geklettert.

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