Optimistische Konjunkturprognose
Kieler Institut erwartet kräftigen Aufschwung

Das Institut für Weltwirtschaft erwartet, dass die Wirtschaft sich schon im Frühjahr deutlich belebt. Die Arbeitslosigkeit werde aber nur geringfügig abnehmen.

dpa KIEL. Die Wirtschaft in Deutschland steht nach der Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vor einem lebhaften Aufschwung. "Für einen kräftigen Produktionsanstieg bereits im Frühjahr sprechen die spürbar verbesserten Geschäftserwartungen und die absehbare konjunkturelle Erholung in der Weltwirtschaft", heißt es in der am Dienstag in Kiel verbreiteten Konjunkturanalyse des IfW. Die Kieler Forscher rechnen mit einem Wachstum von 1,2 % im Jahresdurchschnitt und sind damit deutlich optimistischer als beispielsweise das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA), das in diesem Jahr nur 0,7 % Wachstum erwartet.

Nach den Berechnungen des IfW hat das Inlandsprodukt bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres leicht zugenommen. Der konjunkturelle Tiefpunkt sei damit durchschritten. Nun werde die weitere wirtschaftliche Entwicklung zum einen von den günstigen Zinsen, zum anderen von der spürbaren Belebung des Außenhandels positiv beeinflusst. "Bei den Exporterwartungen der Unternehmen überwiegt bereits wieder der Optimismus", heißt es in der Prognose. Zudem wiesen die Konjunkturdaten für das Ausland, besonders für die USA und für einige südostasiatische Länder, zuletzt steil nach oben.

Die Arbeitslosigkeit nimmt nach der Prognose allerdings nur geringfügig ab. In diesem Jahr erwartet das IfW 3,98 Mill. Arbeitslose und im nächsten Jahr 3,89 Millionen. Im kommenden Jahr soll die Wirtschaftsleistung nach der Prognose um 2,7 % wachsen, wobei der Aufschwung nach der Erwartung der Kieler Forscher im Laufe des Jahres an Fahrt verliert. Das Institut rechnet mit anziehenden Rohstoffpreisen und Tariflöhnen, was sich bremsend auf die Investitionsdynamik auswirken werde. Dafür steigen die privaten Konsumausgaben der Prognose zufolge schneller. Die Zuverlässigkeit bei derartig langfristigen Vorhersagen ist jedoch nicht sehr hoch.

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