Optimistische Prognose
Aventis steigert Umsatz und Gewinn

Der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis hat im ersten Quartal ein deutliches Gewinnplus erwirtschaftet und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Reuters PARIS. Aventis bekräftigte am Dienstag zudem, im Gesamtjahr den Gewinn je Aktie durchschnittlich um 25 bis 30 Prozent steigern zu wollen. Der operative Umsatz werde 2002 um elf bis zwölf Prozent zulegen.

Frankreichs größter Pharma-Konzern, der 1999 aus dem Zusammenschluss von Rhone-Poulenc und der deutschen Höchst AG entstanden war, teilte weiter mit, der Gewinn je Aktie habe sich im ersten Quartal im Pharma-Kerngeschäft auf 0,54 Euro von 0,39 Euro im Vorjahreszeitraum erhöht. Analysten hatten mit 0,50 Euro je Aktie gerechnet. Der Netto-Gewinn kletterte den Angaben zufolge um 42 Prozent auf 430 Millionen Euro und übertraf damit die Analystenprognose von 397 Millionen Euro.

Umsätze im Kerngeschäft steigen

Der Umsatz im Kerngeschäft sei im ersten Vierteljahr 2002 um 12,5 Prozent auf 4,352 Milliarden Euro gestiegen, teilte Aventis weiter mit. Die Umsatz- und Wachstumsprognose für 2002 stimme mit den angekündigten mittelfristigen Zielen überein, erklärte Aventis-Finanzchef Patrick Langlois. Den kräftigen Gewinnanstieg führte der Konzern auf die anhaltend starken Umsätze mit seinen drei wichtigsten Medikamente - dem Allergiepräparat Allegra, dem Thrombose-Mittel Lovenox und dem Brustkrebsmedikament Taxoterre - zurück.

Den Konzernumsatz beziffert Aventis mit 5,837 Milliarden Euro etwas niedriger als mit 5,865 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Konzerngewinn je Aktie stieg um 32,5 Prozent auf 0,53 Euro. Die Konzernergebnisse beinhalten den Angaben nach die nicht-operativen Bereiche Aventis Animal Nutrition sowie die CropScience-Sparte.

Pharma-Geschäft wird gestärkt

Aventis kündigte zudem an, sein Pharmageschäft durch gezielte Akquisitionen und Partnerschaften weiter zu stärken. Erst am Montag hatte der Konzern mitgeteilt, für 480 Millionen Dollar die Rechte für das vom US-Konzern Genta entwickelte innovative Krebsmedikament kaufen zu wollen.

Das Kerngeschäft von Aventis umfasse nunmehr verschreibungspflichtige Arzneimittel und Impfstoffe, den 50-Prozent Anteil an dem Tiergesundheitsgeschäft Merial sowie die Aktivitäten auf Konzernebene, hieß es weiter. Analysten sagten im Vorfeld der für den Vormittag angekündigten Telefonkonferenz mit Langlois, es müsse klar werden, ob das sehr gut verkaufte Präparat Allegra vor Konkurrenz durch sogenannte Generika, also Nachahmerpräparate nach Ablauf des Patentschutzes, geschützt sei. Allegra hatte im vergangenen Jahr 7,7 Prozent des Konzernumsatzes ausgemacht. Für einige Medikamente wird der Ablauf des Patentschutzes bis 2005 erwartet. Die Patente für Allegra laufen Aventis zufolge aber noch bis 2018.

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