Optimistische Stimmung
Technische Analysten erwarten Korrektur

Der Dax kämpft Beobachtern zufolge derzeit mit der 200-Tage-Linie bei rund 3 040 Punkten. Technischen Analysten zufolge ist der Leitindex kurzfristig überkauft und dürfte eine leichte Korrektur vornehmen. Der Aufwärtstrend sei dabei aber noch intakt.

vwd FRANKFURT. Einen größeren Rückschlag erwarten die Analysten in der nächsten Zeit nicht. Aber: Der langfristige Abwärtstrend, der aktuell bei 4 480 Punkten verlaufe, sei lange noch nicht überwunden, gibt Heinz Stork, technischer Analyst der Nols AG, zu bedenken. Aktuell bewege sich der Markt in einer leichten Korrekturphase unterhalb der 200-Tage-Linie, konstatiert Stork. Danach könne diese Marke aber durchaus zunächst einmal überwunden werden, was Luft schaffe bis zum Jahreshoch bei 3 175 Zähler. Doch spätestens dann erwartet Stork eine längere Konsolidierung. Diese sei auch gesund und lasse den Dax Kraft tanken.

Sandra Schiller von Commerzbank Securities (ComSec) sieht den Dax derzeit in einer Konsolidierung zwischen der 100- und 200-Tage-Linie, also zwischen 2 800 und 3 040 Punkten. Am unteren Rand sei der Leitindex gut unterstützt. Von einer Trendumkehr könne aber noch keine Rede sein. Der Erholungstrend seit März 2003 sei weiter intakt, und dies dürfte sich auch in der nächsten Zeit nicht ändern, sagt die technische Analystin. Sie rechnet nach einer kurzen Konsolidierung mit einem weiteren Angriff nach oben.

Sollte der Dax die 3 040 Punkte knacken, werde der Index vermutlich von oben ein paar Mal auf diese Marke aufsetzen. Dies sei typisch bei der Charttechnik, so Schiller. Etwas skeptischer bezüglich einer weiteren Aufwärtsbewegung des Dax zeigt sich Stephan Schilbe von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Derzeit seien die jüngsten Kursziele erreicht und der Markt laufe sich bei der 200-Tage-Linie fest. Seiner Meinung nach ist der "größte Teil des Kuchens gegessen". Auf der aktuellen Basis sieht der Analyst kaum weiteres Aufwärtspotenzial.

Der Markt sei überkauft. Im Tageschart nehme das Momentum zusehends ab. Deutlich oberhalb von 3 000 Punkten werde man daher demnächst kaum Kurse sehen, sagt Schilbe. Er sieht den deutschen Leitindex zunächst bei 2 900 Stellen unterstützt. Er rechnet aber mit einer größeren technischen Korrektur, die bis zur Nackenlinie bei 2 708 Punkten laufen könne. Diese Marke sollte dann aber halten, so Schilbe.

Bei den Einzeltitel heben die Analysten unter anderem die Deutsche Telekom hervor. Der Titel gefalle, da die 200-Tage-Linie nach oben drehe, sagt Nols-Analyst Heinz Stork. Er bewertet auch die Versicherer positiv. Hier gebe es noch Aufwärtspotenzial, da die Titel relativ weit unter der 200-Tage-Linie notierten.

ComSec favorisiert dagegen SAP. Dort gebe es mittelfristig ein technisches Kurspotenzial bis 140 Euro, so Analyst Achim Matzke. Die Titel dürften sich durch die Widerstandszone von 90 bis 100 Euro durcharbeiten. Seit Sommer 2002 habe sich unterhalb des mehrfach getesteten Widerstands bei 93/95 Euro eine Bodenformation gebildet, aus der SAP jetzt mit einem Kaufsignal herausgesprungen sei.

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