Optimistischer Ausblick
Geschirrindustrie blickt optimistisch in die Zukunft

ap FRANKFURT AM MAIN. Erstmals seit mehr als sieben Jahren blicken die deutschen Geschirrhersteller wieder mit Zuversicht in die Zukunft. Durch hohe Automatisierung und radikalen Kapazitätsabbau sei die Konsolidierung in der Branche weitgehend abgeschlossen. "Die Erfolgsaussichten stimmen uns zuversichtlich - jetzt können wir wieder richtig Geld verdienen", sagte Vorsitzenden des Verbandes der Keramischen Industrie und Vorstandschef der Rosenthal AG, Ottmar Küsel, am Montag auf der Ambiente.

Mit der Initiative "Treffpunkt Tisch" sei ein Weg gefunden, die Nachfrage zu wecken. In dem Aktionsbündnis haben sich Handel, Hersteller, Lieferanten und Verbände der Glas-, Porzellan-, Keramik- und Besteckbranchen zusammengeschlossen, um die Umsatzentwicklung der Branche zu stimulieren.

Nach Angaben des Küsels hat sich die Inlandsnachfrage nach Porzellan deutlich belebt und die Produktion ist gestiegen. Die Steingut- und Feinsteinzeugindustrie konnte im vergangenen Jahre ebenfalls ihr Produktion deutlich ausweiten und den Mengenabsatz geringfügig steigern - allerdings um den Preis sinkender Erlöse.

Negativ schlugen im vergangenen Jahr die gestiegenen Energiekosten zu Buche. Allein in den ersten drei Quartalen 2000 habe sich Erdgas um 42 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verteuert und im Januar diesen Jahres nochmals um 24 bis 26 %. "Allein unsere Industrie müsste die Produktpreise um zehn bis 12 % anheben. Diese Preissteigerung können wir an unsere Kunden nicht weitergeben", sagte Küsel.

"Ein moderates Plus ist für das laufende Geschäftsjahr im Fachhandel drin", prognostizierte Carl Reckers, Vorsitzender des Bundesverbands für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur.

Mit Umsatzsteigerungen von 6,8 % auf knapp 2,4 Mrd. DM im vergangenen Jahr wartete die Schneidwaren- und Besteckindustrie auf. Allein die Schneidwarenindustrie wuchs nach Angaben des Vorsitzenden des Industrieverbandes, Wilhelm Seibel, um 8,9 % und erreichte damit ein Umsatzvolumen von 1,91 Mrd. DM. Weniger erfolgreich sah es in der Besteckindustrie mit einem Umsatzrückgang von 1,7 % auf 439 Mill. DM aus.



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