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Oracle belastet Technologiesektor

Auch zum Wochenende kommen die Anleger nicht zur Ruhe. Die Gewinnwarnung von Oracle und die Abstufungen einiger Analystenhäuser dürften den Softwaresektor unter Druck setzen. Erfreuliche Nachrichten sind zum Ende der bewegenden Woche Mangelware. Die Futures sind tief rot gefärbt. Der Eröffnungsindikator der S&P 500 Werte deutet fast zwölf Punkte ins Minus. Der Nasdaq Future verliert fast 50 Punkte.

Bei der heutigen Meldungslage helfen auch positive Nachrichten aus der Automobilbranche wenig. Die Absatzzahlen von Autos beliefen sich im Februar auf 17,5 Millionen Fahrzeug. Damit fiel der Rückgang der Verkaufszahlen mit sieben Prozent moderat aus. Während das Verbrauchervertrauen im Februar auf den niedrigsten Stand seit 1995 sank, freuen sich die Anleger darüber, dass Konsumenten doch noch bereit sind, größere Investitionen zu tätigen. Die robusten Verkaufszahlen dürften die ersten Früchte Alan Greenspans Zinssenkungen sein. Doch nachdem die Wirtschaftsindikatoren der Woche mehrfach auf eine weiterhin abkühlende US-Konjunktur hindeuteten, dürfte die gute Nachricht heute höchstens den Aktien der Automobilhersteller nützen.



Vor allem die Gewinnwarnung von Oracle trübt die Marktstimmung im Technologiesektor. Der weltweit zweitgrößte Softwarekonzern veröffentlichte gestern nach Handelsschluss eine Gewinnwarnung. Oracle wird nun statt des zunächst erwarteten Gewinns von zwölf Cents pro Aktie einen Gewinn von zehn Cents pro Papier erzielen. Oracle habe nicht damit gerechnet, dass sich die amerikanische Wirtschaft so schnell abkühle, so CEO Larry Ellison. Amerikanische Kunden haben ihre Ausgaben für Informationssoftware zurückgeschraubt. Das Asien- und Europageschäft sei aber nach wie vor stark. Im Dezember hatte das Unternehmen noch behauptet, die schwächelnde Konjunktur würde das Ergebnis nicht belasten.



Die Analysten reagierten pompt. Goldman Sachs stufte die Aktie des Software-Konzerns von "kaufen" auf "Market Outperformer" ab. Darüber hinaus reduzierten die Analysten die Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr um acht Prozent und für das kommende Jahr um elf Prozent. Die Wachstumsflaute im Bereich Datenbank Software ist bedenklich", so die Experten. Auch Brokerhaus Credit Suisse First Boston meldet sich zu Wort und stuft aufgrund der negativen Nachrichten bei Oracle die Aktien von zwölf anderen Software Unternehmen ab, unter anderem Peoplesoft. Oracle hat bereits gestern noch Handelsschluss 14 Prozent an Wert eingebüßt. Konkurrent Siebel wird neben Credit Suisse auch von Morgan Stanley und der Banc of America abgestuft.



Freudiger geht es dagegen auf dem Glasfasersektor zu. Lucent Technologies will seine Glasfasersparte verkaufen. Der Verkauf von Lucent Technologies? Glasfasersparte stößt auf eine große Nachfrage vor allem bei Unternehmen wie JDS Uniphase und Corning. Die Aktie von Lucent gewinnt vorbörslich an Wert.

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