Oracle stürzt nach enttäuschenden Zahlen ab
Banken treiben New Yorker Börsen

Weiter steil bergauf ging es heute im frühen Handel an den New Yorker Börsen. Banken und Versicherungen profitierten als erste von vorsichtigem Glauben an das Ende der Rezession in den Vereinigten Staaten. Oracle hingegen wurden von den Anlegern für ihre schlechten Zahlen abgestraft.

job NEW YORK. Die New Yorker Börsen konnten den Schwung der vergangenen Woche nutzen und ihre Anstiege fortsetzen. Zugpferde im Dow Jones Industrial Index waren Banken und Versicherungen. Techniktitel hingegen litten zunächst unter den schlechten Zahlen des Softwareherstellers Oracle. Die Nasdaq schüttelte diese Belastung jedoch schnell ab und kletterte ebenfalls weiter.

Der Dow Jones Industrial Index stieg im frühen Handel um 1,4 % und damit auf den höchsten Stand seit sieben Monaten. Der technologielastige Nasdaq Index zog mit 2,2 % nach. Der breit gefächerte Standard & Poor?s 500 konnte seinen Stand um 1,2 % verbessern.

"Plötzlich ist Euphorie da," sagte Kevin Connellan, Chef der Aktienabteilung bei Northern Trust. "Die Händler, die uns anrufen, haben auf einmal mehr Auftrieb." Zwar wurden gestern keine Wirtschaftsdaten erwartet. Am Mittwoch aber wird das Beige Book ein Licht auf die regionale Wirtschaft werfen. Am Freitag folgt der viel beachtete Arbeitsmarktbericht.

Citigroup gewannen 3,1 %. Im Kielwasser der Bank legten weitere Institute zu. Banken, Broker und Versicherer sorgten im S & P für über ein Drittel des Gewinns.

Gute Nachrichten kamen auch von den amerikanischen Autobauern. Die Aktien von General Motors (GM) , dem größten Autohersteller der Welt, profitierten davon, dass die Analysten der Investmentbank J. P. Morgan ihr Anlageurteil von "Market Perform" auf "Kaufen" anhoben. Analysten zufolge werden Anteile an General Motors bei Anlegern deshalb immer beliebter, weil GM im Gegensatz zu den Rivalen Ford und Daimler-Chrysler die Abläufe verbessert und die variablen Kosten gesenkt habe. Zudem sanken die Verkaufszahlen für Kleinwagen von GM weniger stark als erwartet, während die Gesamtverkäufe im abgelaufenen Quartal 0,4 % höher lagen als im Vorjahreszeitraum. GM stiegen um 4,8 %.

Die Ford Motor Company zahlte einen nicht näher genannten Betrag, um sich mit einem Kläger zu einigen, der behauptet, er sei seit einem Überschlag mit einem Wagen des Modells Expedition Sport querschnittsgelähmt. Gegen Ford sind außerdem ähnliche Klagen im Streitwert von mindestens 600 Mill $ anhängig. Die Anleger nahmen die Einigung mit Erleichterung auf. Die Anteilsscheine von Ford stiegen um 3,4 %.

Softwaretitel litten unter den schlechten Zahlen, die US-Datenbankspezialist Oracle am Freitag nach Börsenschluss vorgelegt hatte. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass sein Ergebnis des dritten Quartals hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Als Grund nannte Oracle gebremste Verkäufe in Asien. Bei starken Umsätzen stürzte die Aktie von Oracle um 16,1 % ab.

Telekommunikationswerte verloren, nachdem Analysten von Goldman Sachs die Erwartung geäußert hatten, in der Branche werde der Preisdruck wachsen und damit die Gewinne schmälern. Gleichzeitig stuften die Aktienstrategen ihre Anlageurteile für mehrere Firmen herab. Sie nahmen Nextel von der Empfehlungsliste und bewerteten sie mit "Market perform". Auch AT&T verloren ihren Platz unter den empfohlenen Werten und wurden auf "Market outperform" zurückgestuft. Nextel verloren 3,1 %, At&T Wireless sogar 6,7 %.

Die Baumarkt-Konkurrenten Home Depot und Lowe?s verloren beide ihre Spitzenbewertungen bei UBS Warburg. Die Analysten der Bank nahmen ihr Anlageurteil von "Strong Buy" auf "Buy" zurück. Home Depot fielen um 2,5 %, Lowe?s gaben um 4,2 % nach.

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