Oracle verliert ein Viertel seines Börsenwertes
Chip- und Softwareaktien unter Druck

...und die Woche hatte so hoffnungsvoll begonnen. Doch nachdem die ersehnte Zinssenkung der US-Notenbank ausblieb, belasteten immer wieder Gewinnwarnungen die Märkte. Nachdem Gateway, 3Com und US Airways die Anleger bereits gestern auf enttäuschende Geschäftszahlen vorbereitet hatte, schlägt heute vor allem die Gewinnwarnung bei Oracle auf die Gemüter der Anleger. Vor allem der Software- und Chipsektor geraten ins Trudeln.

Oracle

verliert bereits in den ersten Handelsminuten mehr als ein Viertel seines Börsenwertes. Doch die Gewinnwarnung des weltweit zweitgrößte Softwarekonzerns zieht auch andere Softwareunternehmen in den Sog. Die Analysten von Goldman Sachs stuften die Aktie des Software-Konzerns von "kaufen" auf "Market Outperformer" ab und reduzierten die Gewinnprognosen für das laufende und kommende Geschäftsjahr. Die Wachstumsflaute im Bereich Datenbank Software sei bedenklich, so die Experten.



Oracle

habe nicht damit gerechnet, dass sich die amerikanische Wirtschaft so schnell abkühle, so CEO Larry Ellisons Begründung für die Misere. Amerikanische Kunden haben ihre Ausgaben für Informationssoftware wegen der schlechten Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten zurückgeschraubt.



Neben Goldman Sachs hagelt es auch von Bank of America und Salomon Smith Barney Abstufungen. Auch Brokerhaus Credit Suisse First Boston meldet sich zu Wort und stuft die Aktien von zwölf anderen Software Unternehmen ab, unter anderem Peoplesoft und Siebel. Ebenfalls unter Beschuss geraten am Morgen die Aktien von CommerceOne, Ariba und i2 Technologies. Oracles Konkurrent Siebel wird neben Credit Suisse auch von Morgan Stanley und der Banc of America abgestuft.



Ebenfalls unter Druck gerät der Chipsektor. Nachdem der Semiconductor Index bereits gestern das auf dem tiefsten Stand seit 52 Wochen notierte, rutscht er in den ersten Handelsstunden ein weiteres Stück ins Minus. Intel, Altera und Xilinx haben unter pessimistischen Analystenkommentaren zu leiden. Die Analysten von der Brokerhäusern Lehman Brothers und UBS Warburg reduzieren die Gewinnerwartungen und das Kursziel für Applied Materials.



Freudiger geht es dagegen auf dem Glasfasersektor zu. Lucent Technologies vwill seine Glasfasersparte verkaufen. Der Verkauf von Lucent Technologies? Glasfasersparte stößt auf eine große Nachfrage vor allem bei Unternehmen wie JDS Uniphase und Corning.



Den Einzelhandelssektor belasten pessimistische Prognosen von The Gap. Die größte Bekleidungskette der USA warnt, dass das Ergebnis im ersten Quartal lediglich in einer Spanne von 10 bis 15 Cents pro Aktie liegen könnte. Die Umsätze von Geschäften die mindestens ein Jahr geöffnet sind, verzeichneten im Februar Einbrüche im unteren zweistelligen Prozentbereich. Zwar hatte das Unternehmen die Gewinnerwartungen des vergangenen Quartals um einen Cent schlagen können, musste jedoch einen Gewinnrückgang um 33 Prozent hinnehmen.

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