Orange machte Nettoverlust von 1,3 Mrd. Euro
France Telecom trotz Gewinnsteigerung tief verschuldet

Die französische Telefongesellschaft France Telecom hat ihren Gewinn im Jahr 2000 nicht so stark wie von Analysten erwartet gesteigert und eine um mehr als das Vierfache gestiegene Verschuldung ausgewiesen.

Reuters PARIS. Das Unternehmen wies am Donnerstag in Paris für das Jahr 2000 zwar einen Gewinnzuwachs von 32 % auf 3,66 Mrd. Euro aus. Von der JCF Group befragte Analysten hatten indes ein Plus von 34 % erwartet. Die Nettoverschuldung des Konzerns stieg auf 61 Mrd. Euro nach 14,6 Mrd. vor Jahresfrist. Für das laufende Jahr kündigte France Telecom Umsatzzuwächse von mehr als 20 % und einen zweistelligen Zuwachs beim Ebitda-Ergebnis an. Die France-Telecom-Aktie gab in einem schwachen Gesamtmarkt 2,2 % auf 56,80 Euro nach.

Während der Bereich Festnetz weiter deutliche Gewinne ausgewiesen habe, habe es in der Gruppe Mobilfunk und bei dem Internetanbieter Wanadoo Verluste gegeben, teilte France Telecom weiter mit. Der Börsengang der vom britischen Konzern Vodafone übernommenen Mobilfunktochter Orange war im Februar missglückt. Orange trug mit 9 Milliarden Euro (plus 80 Prozent) zum Konzernumsatz bei, machte aber einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Euro. nsgesamt sei der operative Gewinn im Jahr 2000 auf 4,856 Mrd. Euro von zuvor 4,49 Mrd. Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sei auf 10,8 Mrd. von 9,6 Mrd. vor Jahresfrist geklettert. Die operative Gewinnmarge ging den weiteren Angaben zufolge auf 14,4 von 16,5 % und die Ebitda-Marge auf 32,1 von 35,3 % zurück. Der konsolidierte Umsatz aus dem operativen Geschäft wuchs um rund 23 % auf 33,674 Mrd. Euro. Die Dividende solle wie im Vorjahr ein Euro je Aktie betragen.

Die Verschuldung will das Unternehmen den weiteren Angaben zufolge innerhalb der kommenden beiden Jahre auf 30 Mrd. Euro halbieren, dabei aber weiter in die Zukunftstechnik UMTS für den Mobilfunk investieren.

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