Orientierung an Erträgen der Bank
Commerzbank-Chef verdiente 1,225 Millionen Euro

Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hat im vergangenen Jahr insgesamt 1,225 Millionen Euro verdient und gehört damit zu den am niedrigsten bezahlten Top-Managern der deutschen Kreditwirtschaft.

Reuters FRANKFURT/M. Davon habe der fixe Anteil 540 000 Euro betragen, sagte Commerzbank-Aufsichtsratschef Martin Kohlhaussen am Freitag auf dem Aktionärstreffen des Instituts in Frankfurt. 2001 hatte Müller insgesamt noch 1,354 Millionen Euro verdient. Die Entwicklung der Vorstandsgehälter orientiere sich damit teilweise an der Ertragsentwicklung der Bank, erläuterte Kohlhaussen. Müllers Gehalt sank von 2001 auf 2002 um knapp zehn Prozent.

Die Commerzbank hatte 2002 zum ersten Mal in ihrer Geschichte rote Zahlen geschrieben und vor Steuern einen Verlust von 372 Millionen Euro ausgewiesen. Bislang haben erst neun Vorstandschefs der 30 im Dax gelisteten deutschen Großunternehmen ihre Bezüge offen gelegt. Im Vergleich zum Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, sind Müllers Bezüge eher gering. Ackermann hatte 2002 insgesamt knapp sieben Millionen Euro verdient. Sein Fixgehalt lag bei einer Million, der Bonus betrug 3,3 Millionen und auf Aktien sowie Aktien-Optionen entfielen 2,7 Millionen Euro.

Die für den Corporate Governance-Kodex zuständige Regierungskommission unter ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme hatte jüngst die grundsätzliche Offenlegung der Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten empfohlen. Angesichts vielfach rückläufiger Gewinne der großen Unternehmen in der gegenwärtig schwachen Konjunkturphase waren die oft sehr hohen Gehälter der Manager in die öffentliche Kritik geraten.

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