Orthmann AG stellt sich quer
MPC-Einstieg bei Wünsche offenbar gefährdet

Der Einstieg der Hamburger MPC Münchmeyer Petersen & Co. GmbH bei der hoch verschuldeten Bekleidungsfirma Wünsche AG ist Medienberichten zufolge offenbar gefährdet.

Reuters FRANKFURT. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, will der Großaktionär Orthmann AG dem vom Wünsche-Vorstand entwickelten Sanierungskonzept nicht zustimmen. Richard Orthmann sagte dem "Handelsblatt", er wolle auf keinen Fall auf seine Millionenforderungen verzichten. Wünsche-Chef Gerhard Janetzky machte deutlich: "Wenn Herr Orthmann nicht auf seine Forderungen verzichtet, ist das Konzept mit der MPC Holding nicht umsetzbar". Die Orthmann-Gruppe hatte den Angaben zufolge Wünsche im Juli ein Darlehen über fünf Mill. DM gewährt und dafür rund 2,5 % der Anteile an der Wünsche Joop GmbH-Tochter erhalten.

Der vorläufige Insolvenzverwalter könne aus rechtlichen Gründen nur noch zwei, allenfalls drei Wochen mit der Eröffnung des Insolvenzantrages warten, sagte Janetzky der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er bestätigte zugleich, dass es neben MPC noch einen weiteren Interessenten an Wünsche gebe, der im Gegensatz zu MPC an den Marken, Joop! und Clinique, interessiert sei. Beide Konzepte könnten nur verwirklicht werden, wenn alle Beteiligten die Bedingungen, Kapitalschnitt und Gläubigerverzicht, akzeptierten.

Die Wünsche AG hatte Mitte Dezember beim Amtsgericht Hamburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem ein seit mehreren Wochen mit vielen Partnern erarbeitetes Sanierungskonzept gescheitert war. Ende Dezember hatte die Hamburger MPC Interesse an einer Übernahme der Bekleidungsfirma signalisiert.

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