Archiv
Oskar kann es eben

Oskar kann es eben. Reden.

Oskar kann es eben. Reden. Und wir lernen: Nicht die linken Reichen sind schlecht (denn sie wollen ja abgeben, können aber leider wegen der anders lautenden Steuergesetze nicht), sondern die konservativen Reichen (denn sie wollen gar nicht abgeben und machen die Gesetze so, dass sie nicht können).

Ausgestattet mit einer unerschütterlichen Selbstsicherheit, einem gewinnenden Lächeln und vor allem der Fähigkeit, sich selbst auf den Arm zu nehmen und dabei den Gegner in seiner Verbissenheit bloß zu stellen, schlägt Oskar die Menschen in seinen Bann - gleichgültig ob links oder rechts oder mitte.

Er wendet sich im Duell mit Merz bei Sabine Christiansen an die Wähler, er beschwört mit große Geste den Zuschauer, er überlässt dem Volk die Entscheidung. Er selbst liefert ja nur die Argumente, die aber immer nur einen Schluss zu lassen: Oskar kann es besser, er hat es immer gewusst und sowieso wirken Frau Chr. und Herr M. nur wie Statisten im Studio. Und wenn die mal was sagen wollen, quatscht er gnadenlos dazwischen und zwar immer mit einem schelmischen Grinsen, als wenn er sagen wollte: Mal sehen, wie weit ich damit komme.

Ein bisschen Resignation schwang daher bei Friedrich Merz schon mit als er versuchte diese Bollwerk aus Selbstgewissheit zu knacken.

Vielleicht hätte er auch einfach auf seinen anwaltlichen Bedenkenschmollmund verzichten sollen. Merz wirkt leider häufig so als sei er schon nach dem guten Morgen Gruß beleidigt.

Ganz bestimmt aber hätte er auf den deutlichen Hinweis, dass auch er es ist, der den Unternehmen beim Aufbau von Finanzierungsgesellschaften und somit beim Steuertransfer ins Ausland hilft.

So ist bleibt Oskar Lafontaine unser Vorsitzender, egal in welcher Partei. ;-)

(Der historische Oskar:
Oskar Lafontaine. Der neue Weg
Wahlplakat der SPD zur ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990.
Bundesrepublik Deutschland, 1990
Druck
84 x 59 cm
Haus der Geschichte, Bonn
EB-Nr.: 1991/9/190)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%