Ostdeutscher Interessenvertreter
Eckhardt Rehberg: Herausforderer von der CDU hat Ziel verfehlt

Statt Regierungsbank bleibt Eckhardt Rehberg weitere vier Jahre nur der Platz in der Opposition. Der 48-jährige CDU-Landeschef konnte seine Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nicht an der SPD vorbei führen und zur stärksten politischen Kraft im Land machen.

dpa/HB SCHWERIN. Damit verfehlte der langjährige Chef der Landtagsfraktion sein Minimalziel ebenso wie den angestrebten Machtwechsel. Konsequenzen blieben am Wahlabend offen.

Der Informatik-Ingenieur aus Ribnitz-Damgarten bei Rostock hatte sich auch im ganz auf seine Person zugeschnittenen Wahlkampf als heißblütiger Redner und imposanter Frontmann gezeigt. Seine Popularität über die Partei hinaus verdankt er dem mehrjährigen Wirken als Vorstandsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten Hansa Rostock, der sich unter seiner Führung im Oberhaus etablierte und ein neues Stadion erhielt. Anfang 2000 gab Rehberg, gewarnt durch gesundheitliche Probleme, das Doppelengagement in Politik und Sport auf. Seither nimmt sich der Vater zweier erwachsener Söhne auch mehr Zeit für Hobbys wie Rad- und Motorrad-Fahren.

Den Ruf des ostdeutschen Interessenvertreters innerhalb der CDU erwarb sich Rehberg 1996, als er mit einem Thesenpapier eine "Wertedebatte" in der eigenen, seiner Meinung nach westdominierten, Partei initiieren wollte. Das Papier, das in den Medien viel Beachtung fand, wurde vor allem im Osten begrüßt, von der damaligen Parteispitze aber weitgehend ignoriert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%