Ostdeutscher Versorger bleibt selbstständig
Kartellamt lehnt EnBW-Beteiligung bei Veag ab

Die Wettbewerbshüter wünschen sich eine "vierte Kraft" auf dem deutschen Strommarkt. Eine Mehrheits-Übernahme der Veag durch EnBW schließen sie daher aus.

adx BONN. Das Bundeskartellamt wendet sich gegen eine Beteiligung der EnBW Energie Baden-Württemberg an dem ostdeutschen Versorger Vereinigte Energiewerke AG (Veag). Die EnBW und das US-Unternehmen NRG Energy hatten angekündigt, gemeinsam die Aktienmehrheit an der Veag übernehmen zu wollen. Dazu sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes am Freitag auf ddp-Anfrage in Bonn, man habe EnBW klar signalisiert, dass ein Erwerb der Veag-Anteile praktisch ausgeschlossen sei. Der Sprecher verwies auf die Auflagenentscheidung des Bundeskartellamtes. Damit widersprach das Bundeskartellamt Äußerungen der EnBW, man erwarte keine kartellrechtlichen Hindernisse bei dem Erwerb.

EnBW und die amerikanische NRG Energy hatten angekündigt, die Veag als eigenständiges Unternehmen erhalten und zu einer führenden Wettbewerbskraft im deutschen Strommarkt entwickeln zu wollen. Sitz der Veag sollte auch künftig Berlin sein.

Hintergrund der Widerstände ist, dass sich das Bundeskartellamt eine "vierte Kraft" - neben Eon, RWE und EnBW - auf dem deutschen Strommarkt wünscht.

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