"Osten braucht Wirtschaftsförderung": Gerster kritisiert „Scheinarbeitsmärkte“ im Osten

"Osten braucht Wirtschaftsförderung"
Gerster kritisiert „Scheinarbeitsmärkte“ im Osten

Der Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, hat sich für eine deutliche Absenkung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) in Ostdeutschland ausgesprochen.

HB/dpa CHEMNITZ. Die Lücke zwischen vorhandenen Arbeitsplätzen und Erwerbswünschen lasse sich nicht durch "Scheinarbeitsmärkte" schließen, sagte Gerster der Chemnitzer "Freien Presse" (Freitag). Dies sei keine Aufgabe der Beitragszahler. Die Bundesanstalt für Arbeit sei kein bundesweites Sozialamt.

"Es muss klar werden, dass ein Unterschied zwischen Arbeitsmarkt und Sozialpolitik besteht", sagte Gerster. Der Osten brauche vor allem Wirtschaftsförderung und Investitionen in die Infrastruktur.

Insgesamt seien seit 1990 etwa 140 Mrd. Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik in die neuen Länder geflossen. "Das ist eine gigantische Umverteilung", sagte Gerster. Die hohen Aufwendungen für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Osten sorgten in den alten Ländern für Unmut.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%