Osterweiterung zu Lasten europäischer Strecken: Königsklasse: Indien und Türkei im Gespräch

Osterweiterung zu Lasten europäischer Strecken
Königsklasse: Indien und Türkei im Gespräch

Tradition ist für Bernie Ecclestone kein Argument, die Formel-1-Boliden stets an den gleichen Rennschauplätzen starten zu lassen. Nach Bahrain und Schanghai sind weitere Rennen der Königsklasse in asistischen Ländern im Gespräch. Dagegen gelten die Starts in Imola und Silverstone als nicht mehr sicher.

HB HAMBURG. In der ab Sonntag im australischen Melbourne beginnenden Formel-1-Saison treten nicht nur die veränderten Regeln in den Vordergrund. Auch richtet sich das Augenmerk der Formel-1-Teams und der Fans auf die neu hinzugekommenen Rennschauplätze. So ist die Königsklasse in dieser Saison insgesamt viermal zu Gast in Asien.

Die Zukunft der Formel 1 liegt im Osten. Während sich die Dompteure des großen Motorsportzirkus in Europa mit Wirtschaftskrise, Tabakwerbeverbot, dem Europäischem Haftbefehl und sinkenden Zuschauerzahlen herumärgern, sehen sie in Asien die Lösung ihrer (Finanz-)Probleme. "Die Sponsoren verlangen, dass wir uns in wachsenden Märkten tummeln. Der europäische Markt ist kein Wachstumsmarkt", hat Formel-1-Herrscher Bernie Ecclestone festgestellt. Und er unkt, Europa werde innerhalb der nächsten zehn Jahre auf das wirtschaftliche Niveau der Dritten Welt zurückfallen.

Ungemach droht den Teams vor allem wegen des ab 2005 geltenden EU-weiten Tabakwerbeverbots. Derzeit werden rund 270 Mill. Dollar von der Tabakindustrie in die Formel 1 geblasen. Wer die Lücke bei einem Rückzug dieser Sponsoren schließen soll, ist unklar.

Ecclestone hat deshalb der schnellen Truppe in diesem Jahr gleich vier Stationen in Asien verordnet. Nachdem der Tross schon seit einigen Jahren in Japan und Malaysia zu Gast ist, werden in der am Sonntag in Australien beginnenden Saison Michael Schumacher & Co. erstmals in der Wüste von Bahrain und der Metropole Schanghai rasen. Das ist laut Ecclestone nur der Anfang: Im nächsten Jahr plant er die Aufnahme von Istanbul in den WM-Kalender, ab 2007 Haiderabad in Indien und zwei Jahre später Chinhae in Südkorea. Die Osterweiterung geht zu Lasten europäischer Strecken: Imola und Silverstone sollen gekippt werden. Tradition ist für Ecclestone kein Argument, wenn andernorts oft dank staatlicher Unterstützung Hunderte Mill. Euro winken.

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