Otto außen vor
Spiegel sucht Gläubigerschutz

Der US-Einzelhändler und Katalog- Versender Spiegel Inc. hat mit seinen wichtigsten Tochterfirmen in New York Gläubigerschutz beantragt, um eine Sanierung des Unternehmens abzusichern.

HB/dpa DOWNERS GROVE/HAMBURG. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Hamburger Otto-Konzern sei von den Geschehnissen bei der rechtlich selbstständigen Schwestergesellschaft Spiegel nicht betroffen, sagte ein Otto-Sprecher in Hamburg. Die stimmberechtigten Spiegel-Aktien sind fast ausnahmslos im Besitz der deutschen Otto- Familie, bestätigte er. Der Aktienkurs lag bei 4,3 Cent.

Spiegel hatte am 22. Februar nach eigenen Angaben Vermögenswerte von rund 1,74 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) und Schulden von knapp 1,71 Milliarden Dollar. Das traditionsreiche Unternehmen vertreibt Bekleidung und Wohnungsausstattungen und verfügt über 560 Eddie-Bauer-Geschäfte mit gehobenem Warensortiment.

Spiegel hat ein Verfahren gemäß Kapitel Elf des US-Insolvenzrechts beantragt und will sich unter Aufsicht des Gerichts sanieren. Die Finanzprobleme der im operativen Einzelhandelsgeschäft gesunden Spiegel-Gruppe resultieren aus expansiven Kreditkartenengagements der vergangenen Jahre, hieß es. Die unternehmenseigene Bank konnte demnach die schlechtere Bonität ihrer Kunden im Zuge der Börsenbaisse und die Verunsicherung der Finanzwelt nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 trotz eines von Otto bereitgestellten 160 Millionen-Dollar-Darlehens nicht kompensieren. Ein Verkauf des Konsumentenkreditgeschäfts habe sich bisher nicht realisieren lassen.

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