Outsourcing-Partner für die Pharmaindustrie
Triplan AG geht an die Börse

Nachdem die Attraktivität des Neuen Marktes mittlerweile nahe dem Nullpunkt liegt, gewinnt der SMAX an Zulauf. So hat sich die Bad Sodener Triplan AG für dieses Segment entschieden, um in ruhigem Fahrwasser neues Investitionskapital zu generieren.

vwd BAD SODEN. Der Anlagenplaner ist seit 34 Jahren im Geschäft und will am 29. März bis zu 2,3 Mio Aktien im SMAX platzieren. Triplan hat sich nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Rolf Graf als Outsourcing-Partner für die Pharma-, Biotech- und Feinchemieindustrie am Markt positioniert.



Das Kerngeschäftsfeld ist dabei die Anlagenplanung. Graf betont, dass es sich dabei um keine Massenprodukte, sondern um individuelle Maßanfertigungen handelt. Darüber hinaus entwickelt Triplan CAD-Systeme sowie webbasierte Lösungen für die gesamte Informations-Logistik vom Zulieferer bis zum Anlagenbetreiber. Triplan sei ein "klassischer Consultant und Dienstleister, kein Turn-Key-Anbieter", erklärt Graf.



Das Unternehmen arbeitet mit rund 20 Großkunden zusammen und kann den Angaben zufolge auf langjährige Geschäftsbeziehungen zurückblicken. Darunter befinden sich Konzerne wie Merck, Roche und Novartis. Wobei mit Roche und Novartis Alleinpartnerschaften bestünden. Dies bedeutet, dass sich die Unternehmen zur Auftragsvergabe an Triplan verpflichtet haben. Die Gefahr, dass Kunden abwandern sieht der Vorstandsvorsitzende nicht. Das Know-how für den schwierigen Anlagenbau sei nicht schnell und beliebig zu finden. Der Planungsprozess sei ein äußerst kritische Phase, in der die Kunden nicht einfach erprobte Partnerschaften aufkündigten, betont Graf.



Zu den Konkurrenten Triplans zählen große Engineering-Unternehmen wie Linde und Uhde sowie bei einfacheren Anforderungen die regionale Ingenieurbüros. Die Markteintrittsbarrieren für die Planung von Einzelanlagen sind nach Ansicht Grafs sehr hoch. "Bei so komplexen Prozessen wechseln Unternehmen nicht so schnell die Pferde." Triplan verfügt über sieben Niederlassungen in Deutschland sowie über eine in Basel, Linz und Prag.



Mit knapp 300 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr eine Gesamtleistung von gut 29 Mill. Euro und ein EBIT von 0,8 Mill. Euro. 1999 lag die Gesamtleistung bei gut 25 Mill. Euro und das EBIT bei minus 0,12 Mio Euro. Graf begründet das negative Ergebnis mit Sonderabschreibungen. Zum anvisierten Emissionserlös wollte sich der Vorstand noch nicht äußern. Der Erlös soll in die Erweiterung des Niederlassungsnetzes fließen. Man wolle mehr Nähe zum Kunden. Geplant sind Standorte in Skandinavien, den Benelux-Ländern und in Großbritannien.

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