Outsourcing-Projekt
Deutsche Bank will Rechenzentren an IBM ausgliedern

Die Deutsche Bank will in ihrem bislang größten Outsourcing-Projekt ihre Rechenzentren auf dem europäischen Festland an den amerikanischen Computerkonzern IBM ausgliedern.

Reuters FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die Auslagerung dieses Teil der Informationstechnologie wird Deutschlands größtem Kreditinstitut nach Angaben seines Technologie-Vorstands Hermann-Josef Lamberti jährliche Einsparungen in Höhe eines dreistelligen Millionen-Euro-Betrages bringen. Der noch auszuarbeitende Vertrag mit IBM soll über zehn Jahre laufen und ein Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Euro haben, sagte Lamberti im Gespräch mit Reuters.

Alle betroffenen 900 Beschäftigten sollen von IBM übernommen werden, hieß es in einer Pressemitteilung der Bank. Der Betriebsübergang der Rechenzentren soll im ersten Quartal 2003 vonstatten gehen. IBM plane den Bau eines europäischen Rechenzentrums im Rhein-Main-Gebiet. Lamberti zufolge wird es voraussichtlich in Oberursel oder Schwalbacher Höhe nahe Frankfurt entstehen. Die Deutsche Bank verspreche sich von der Ausgliederung eine deutliche Effizienzsteigerung, sagte Lamberti. Durch die Verbindung mit IBM werde man außerdem schneller neue Technologien anwenden können.

Das Outsourcing ihrer Datennetze, das zunächst im Paket mit den Rechenzentren vorgesehen gewesen war, hat die Deutsche Bank abgekoppelt. Es soll nunmehr separat weltweit ausgeschrieben werden.

Unter Führung ihres neuen Vorstandschefs Josef Ackermann trennt sich die Deutsche Bank forciert von Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft des Geldhauses gehören. Erst in der vergangenen Woche hatte die Bank bekannt gegeben, mit dem US-Finanzdienstleister State Street exklusiv über den Verkauf eines Teils ihrer Wertpapierdienste zu verhandeln. Die Gespräche sollen im vierten Quartal 2002 abgeschlossen werden.

Auch im Bereich Passives Asset-Management prüft die Bank Verkaufsoptionen und macht nach eigenen Angaben dabei gute Fortschritte. Mit den durch die Verkäufe frei werdenden Mitteln will die Bank ihre Kerngeschäftsfelder stärken und so ihre Ertragssituation verbessern.

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