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Owens Tor-Premiere rettet Real

Dank Michael Owen befindet sich der „Patient“ Real Madrid auf dem Wege der Besserung, doch von einer vollständigen Genesung ist der Rekord-Europapokalsieger noch weit entfernt.

dpa HAMBURG. Dank Michael Owen befindet sich der "Patient" Real Madrid auf dem Wege der Besserung, doch von einer vollständigen Genesung ist der Rekord-Europapokalsieger noch weit entfernt.

"Real zauberte eine halbe Stunde lang, dann musste es um den Sieg zittern", schrieb die Zeitung "Marca" nach dem mühevollen 1:0 der Madrilenen gegen Dynamo Kiew, das der englische Neuzugang Owen mit seinem ersten Tor im Dress der "Königlichen" und Torhüter Iker Casillas mit tollen Paraden sicherten. Dagegen ging Manchester Uniteds "Wundersturm" am dritten Spieltag der Champions League erstmals leer aus. Mit dem 0:0 bei Sparta Prag verpasste das Team von Alex Ferguson die Chance, vorzeitig die Weichen für den Einzug ins Achtelfinale zu stellen.

Nach dreimonatiger Anlaufzeit scheint sich Michael Owen endlich in Madrid akklimatisiert zu haben. Auch Real-Trainer Mariano Garcia Ramon war voll des Lobes für den vom FC Liverpool verpflichteten Angreifer, der in dem schwach in die Saison gestarteten Ensemble der Superstars schon zum Sorgenkind zu werden drohte. "Ich bin wirklich glücklich über seinen Auftritt. Wir haben uns viel von ihm versprochen und das hat er uns jetzt gegeben", pries der Coach den Engländer, der neben dem zum 500. Mal im Real-Trikot auflaufenden Raul stürmte. Dagegen war Kiews Trainer Joszef Szabo nach der ersten Niederlage seiner Mannschaft im Wettbewerb auf den französischen Schiedsrichter Gilles Veissiere sauer: "Ich möchte mal einen Schiedsrichter sehen, der nicht nur Elfmeter für Real pfeift. Es hätte zwei Strafstöße für uns geben können."

Nicht gut zu sprechen war Alex Ferguson nach der Nullnummer an der Moldau vor allem auf sein Sturmduo Wayne Rooney und Ruud van Nistelrooy, das im Spiel gegen Fenerbahce Istanbul zusammen vier Tore erzielt hatte. "Es ist bedenklich, wenn man nicht trifft, vor allem wenn man solch großartige Stürmer hat", kritisierte der Teammanager seine Stars, die in Gedanken offenbar schon beim Liga-Hit am Wochenende gegen den FC Arsenal waren. Durch das torlose Remis verlor Manchester United die Führung in der Gruppe D an Olympique Lyon, das die Auswärtshürde bei Fenerbahce Istanbul überraschend mit 3:1 nahm.

Die zweite Niederlage in Folge wurde am Bosporus vor allem Christoph Daum angelastet. "Das Kapitel Champions League ist seit gestern Nacht geschlossen", kritisierte das Blatt "Sabah" den türkischen Meister und sah im Trainer den Sündenbock für den Niedergang: "Der Verantwortliche ist Daum." Die Zeitung "Hürryet" warf dem deutschen Coach sogar vor: "Du hast deine Mannschaft nicht ordentlich vorbereitet." Der Angegriffene reagierte derweil gelassen auf die Vorwürfe und versprach Wiedergutmachung: "Wenn das Glück auf unserer Seite ist, sind auch in Lyon drei Punkte drin."

Völlig von der Rolle ist Vorjahres-Halbfinalist Deportivo La Coruna. Nach dem 0:0 beim FC Liverpool sind die Galicier als einziges Team neben Maccabi Tel Aviv noch ohne Torerfolg. Insgesamt wartet das Team von Trainer Javier Irureta nun schon seit fünf Spielen in der "Königsklasse" auf ein Erfolgserlebnis. "Was ist nur aus Superdepor geworden?", rätselte "Marca" über die Verfassung der Mannschaft und das Blatt "As" stellte fest: "Deportivo spielt italienischer als die Italiener." Mit dem schmeichelhaften Punktgewinn an der Anfield Road erhielt sich La Coruna immerhin die Chance auf ein Weiterkommen.

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