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P.S.: Kaffee-Golfer

Tchibo kennt kein Pardon. Seit das Hamburger Unternehmen herausgefunden hat, dass es mit Brotbackmaschinen und Flanellbettwäsche mehr Geld verdienen kann, als mit der schnöden Kaffeebohne, gibt es jede Woche eine neue "Themenwelt".

Mal sind es Computer, mal Dessous, mit denen Tchibo die Kunden in seine 850 Filialen lockt und andere Händler in Bedrängnis bringt. Und nun also Golf. Einst war es der Sport für die "oberen Zehntausend", nun soll es der Zeitvertreib für den kleinen Mann sein. Golf als Massenbewegung. Aus Tchibos Sicht verständlich: Zuerst bringt der Filialist Golfschläger, -tasche und-kleidung an den Mann. Dann verkauft er seinem treuen Kunden einen Golfkurs auf dem Tchibo-gesponsorten Golfplatz in Mecklenburg-Vorpommern. Und zu guter Letzt bekommt der Kaffee-Golfer eine exklusive Mitgliedschaft zu einem günstigen Preis. Kluger Schachzug, bestätigen auch Golfexperten hinter vorgehaltener Hand: Der Golfsport wird populärer, die Nachfrage größer, und die Clubs können ihre Preise weiter anheben. Nur, dass dann nicht mehr viel vom elitären Chic der Golf-Bewegung übrig bleibt.

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