Archiv
Pädagogen bewerten Internet als positiv für junge Menschen

dpa MAINZ. Deutschlands Pädagogen müssen sich noch stärker mit neuen Medien befassen, um Kinder und Jugendliche weiterhin für Kultur- und Freizeitangebote begeistern zu können. «Die Kulturpädagogik der Zukunft muss sich virtuell und real verhalten. Es gibt nichts schlimmeres als Pädagogen, die hinterherrennen», sagte der Medienpädagoge Wolfgang Zacharias am Mittwoch zum Auftakt der dreitägigen Fachkonferenz "User & Loser?" in Mainz. Dort diskutieren mehr als 100 Erzieher, Wissenschaftler und Politiker über Chancen und Risiken der elektronischen Medien für die Kinder- und Jugendarbeit.

Einigkeit herrschte bei den Experten über die Vorzüge des Internets als Informationsquelle und Kontaktbörse für junge Menschen. Jedoch dürfe in der Kulturarbeit der "Bereich der sinnlichen und handwerklichen Künste" nicht benachteiligt werden, warnte Peter Kamp, Vorsitzender des veranstaltenden Bundesverbandes der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (BJKE).

Die Gefahr einer Reizüberflutung der Jugendlichen durch Internet und Fernsehen sehen Medienwissenschaftler nicht. Wer im Internet aktiv ist, sei sozial attraktiver: "Dass Internet-Junkies isolierte depressive Menschen sind, ist widerlegt", sagte die Jugendforscherin Yvonne Fritzsche, Mitautorin der diesjährigen Shell-Jugendstudie.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%