"Paket nimmt Gestalt an"
USA und Frankreich kommen Irak-Kompromiss näher

Die USA und Frankreich sind sich in der Kontroverse um eine neue Irak-Resolution im Uno-Sicherheitsrat am Mittwoch näher gekommen. "Ein Paket nimmt Gestalt an, aber so weit sind wir noch nicht" verlautete aus Diplomatenkreisen am Sitz der Vereinten Nationen (Uno) in New York.

Reuters NEW YORK. In dem der Nachrichtenagentur Reuters in Auszügen vorliegenden jüngsten US-Entwurf wird die Notwendigkeit von "Beratungen" des Rats bei einem irakischen Verstoß gegen eine Resolution zugestanden. Frankreich verlangte jedoch weiter eine "Entscheidung" des Rates vor einem Militärschlag. Die USA sind jedoch gegen eine gesonderte Ratsentscheidung. US-Präsident George W. Bush traf unterdessen in Washington den Chef der Waffeninspektoren Hans Blix.

Die USA werden in der Irak-Frage im Sicherheitsrat von Großbritannien unterstützt. Die beiden Staaten sowie Frankreich, Russland und China sind ständige Ratsmitglieder mit Vetorecht. Frankreichs Vorschlag eines zweistufigen Verfahrens wird von Russland befürwortet. Die Diskussion um einen neuen Text hält inzwischen bereits fast sieben Wochen an. Für eine Zustimmung sind mindestens neun der 15 Stimmen im Sicherheitsrat. Zudem darf es kein Veto geben. Die Resolution soll eine Rückkehr der Inspektoren nach Irak regeln. Sie sollen dort feststellen, ob Irak im Besitz von Massenvernichtungswaffen ist.

Der Sprecher Bushs, Ari Fleischer, sagte, der US-Präsident und Blix hätten zehn Minuten lang konferiert. Es sei über die Notwendigkeit gesprochen worden "den Frieden zu wahren und die Entwaffnung von (Iraks Präsident) Saddam Hussein sicher zu stellen. Aus US-Kreisen verlautete zudem, die USA sammelten Material für ein Verfahren gegen Saddam nach dessen Sturz. "Wenn Saddam Husseins Regime zusammenbricht und er überlebt, wird ihn die Welt natürlich zur Rechenschaft ziehen wollen", hieß es.

Bush wirft Hussein vor, nach Massenvernichtungswaffen zu streben und hat einen Machtwechsel in Irak zum erklärten Ziel seiner Regierung erklärt. Irak weist die Vorwürfe zurück. Die USA haben erklärt, sie und ihre Verbündeten würden notfalls auch ohne Unterstützung der UNO mit Verbündeten gegen Irak vorgehen.

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