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Pakistan hat einen neuen Regierungschef

Der neue pakistanische Premierminister Mir Zafarullah Khan Jamali will die pro-westliche Außenpolitik von Militärmachthaber Pervez Musharraf fortsetzen.

HB/dpa ISLAMABAD. Das kündigte Jamali am Donnerstag nach seinem knappen Wahlsieg im Parlament an. Jamali hatte 172 Stimmen bekommen, was genau der absoluten Mehrheit der 342 Sitze entspricht. Der Islamist Maulana Fazlur Rehman bekam 86 Stimmen, Makhdoom Shah Mahmood Qureshi von der Volkspartei PPP 70 Stimmen. Insgesamt wurden 328 gültige Stimmen abgegeben.

Jamali (58) gehört der Moslemliga PML-Q an, die Musharraf nahe steht. Das Islamistenbündnis MMA ist gegen die Unterstützung, die Musharraf den USA im Kampf gegen die Taliban und El Kaida gewährt. Die PPP der früheren Regierungschefin Benazir Bhutto lehnt Musharraf ab, weil er Präsident und Oberbefehlshaber der Armee bleiben will und nur das Amt des Regierungschefs abgibt. Musharraf hatte sich vor drei Jahren an die Macht geputscht.

Beobachter sagen Jamali eine schwierige Regierungszeit voraus, weil er bei seiner Wahl zwar die Mehrheit der Stimmen gewann, jedoch noch keine Koalition bilden konnte. Die PML-Q stellt mit 118 Abgeordneten die stärkste Fraktion, vor der PPP mit 71 und der MMA mit 68 Sitzen.

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