Pakistan schließt Grenze zu afghanischer Provinz Paktia
Pakistan macht Grenze dicht

Pakistan hat seine Grenze zur afghanischen Nachbarprovinz Paktia geschlossen, wo seit dem Wochenende unter amerikanischem Kommando eine Offensive gegen Moslem-Extremisten läuft.

rtr ISLAMABAD. Aus der Regionalverwaltung verlautete am Montag, an einem 100 Kilometer langen Grenzabschnitt seien paramilitärische Truppen stationiert worden. Bislang sei aber noch kein Kämpfer der Taliban oder El Kaida gefasst worden.

Der Grenzabschnitt befindet sich in Wasiristan, das bislang weitestgehend autonom und wo der Einfluss der Zentralregierung entsprechend gering war. Die Regierung in Islambad habe das Gebiet in der nordwestlichen Grenzprovinz aber kürzlich unter ihre Kontrolle genommen, verlautete aus der dortigen Verwaltung.

Die Eigenständigkeit der Paschtunenstämme im Nordenwesten Pakistans, der Northwest Frontier Province, hat eine lange Tradition. Sie wurde von der britischen Kolonialmacht vertraglich anerkannt. Pakistan übernahm die Abmachungen bei der Unabhängigkeit vor über 50 Jahren.

In Paktia stehen sich Truppen der Koalition gegen den internationalen Terrorismus und Kampfeinheiten der afghanischen Taliban-Bewegung und der internationalen Islamisten-Organisation El Kaida gegenüber. US-Kampfflugzeuge unterstützen die Offensive mit Bombenangriffen. Dennoch geriet sie wegen des starken Widerstandes ins Stocken.

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