Palästina-Frage darf "nicht vernachlässigt" werden
Mubarak: Kein arabisches Land unterstützt US-Angriff

Kein arabisches Land ist nach Meinung des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak bereit, die amerikanischen Pläne für eine Militäroperation zum Sturz des irakischen Regimes zu unterstützen.

dpa KAIRO/ALEXANDRIA. Bei einem Treffen mit Studenten in Alexandria warnte Mubarak die Regierung von US-Präsident George W. Bush am Dienstag vor dem Zorn der "arabischen Straße", falls sie die Regierung von Saddam Hussein tatsächlich militärisch in die Knie zwingen sollte: "Ich habe der amerikanischen Führung erklärt: Wenn Ihr das irakische Volk wegen einer oder zwei Personen angreift und Ihr gleichzeitig die Palästina-Frage vernachlässigt, wird kein Herrscher (im Nahen Osten) die Gefühle des Volkes zügeln können."

Die politischen Führer im Nahen Osten befürchten laut Mubarak, dass eine derartige Militäraktion die Region destabilisieren würde. "Es gibt kein arabisches Land, das einen Angriff auf den Irak akzeptiert, nicht einmal Kuwait und auch nicht Saudi-Arabien", fügte er hinzu. Gleichzeitig kritisierte der ägyptische Präsident die unklare Position Bagdads in der Frage der UN-Waffeninspektoren. Die irakische Regierung habe gegenüber der Arabischen Liga schon vor Monaten erklärt, sie sei bereit die Kontrolleure wieder ins Land zu lassen. Später sei Bagdad aber wieder von dieser Zusage abgerückt.

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