Palästinenser kündigten Protestmärsche an
Weitere Eskalationen in Nahost erwartet

Zahlreiche Protestmärsche von Palästinensern sind für Dienstag angekündigt. Israelis befürchten das gewaltsame Durchbrechen der Grenze zum Gazastreifen.

dpa TEL AVIV. Knapp vier Wochen nach Beginn blutiger Unruhen in den Palästinensergebieten erwartet Israel eine weitere Eskalation. Der israelische Rundfunk meldete am Dienstag, die Palästinenser planten im Verlauf des Tages zahlreiche Protestmärsche und wollten dabei versuchen, die Abriegelung des Gazastreifens und des Westjordanlandes gewaltsam zu durchbrechen. Schulen und öffentliche Einrichtungen in den Palästinensergebieten blieben am Dienstag wegen eines moslemischen Feiertags geschlossen.

Die israelische Zeitung "Maariv" schrieb am Dienstag zudem, der Armee lägen Hinweise vor, dass die Palästinenser demnächst den Beschuss jüdischer Siedlungen und israelischer Militärposten mit Raketen kleineren Typs planten und auch verstärkt Sprengsätze legen wollten.

Nach Einschätzung der israelischen Armee ist vorläufig nicht mit einem Ende der Gewalt zu rechnen. Das Militär gehe davon aus, dass die Unruhen vermutlich noch einige Monate und auch im nächsten Jahr andauerten, berichtete die Zeitung "Haaretz". Die israelische Armee wolle deshalb beim Finanzministerium zusätzliche 2,5 Mrd. Schekel (etwa 1,4 Mrd. DM) beantragen. Bei den Kämpfen sind bisher etwa 130 Menschen ums Leben gekommen, überwiegend junge Palästinenser.

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