Palästinenser planen erneuten Vorstoß im UN-Sicherheitsrat
Ben Ami sieht Grundlage für Nahost-Friedensabkommen

afp JERUSALEM/NEW YORK. Der israelische Außenminister Schlomo Ben Ami hat sich optimistisch über den möglichen Abschluss eines Nahost-Friedensabkommens geäußert. In einem von Washington aus geführten Interview mit dem israelischen Militärrundfunk sagte er am Donnerstag, US-Präsident Bill Clinton habe am Vortag bei einem Arbeitstreffen mit den israelischen und palästinensischen Unterhändlern im Weißen Haus Umrisse für ein Friedensabkommen vorgelegt. Laut Ben Ami sind Clintons Vorschläge für die noch umstrittenen Fragen größtenteils eine akzeptable Grundlage für weitere Gespräche. Clinton habe den Wunsch geäußert, die Gespräche bis zum 10. Januar, zehn Tage vor der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten George W. Bush, zum Abschluss zu bringen.

Die Palästinenser wollen ihren Resolutionsentwurf für die Entsendung einer internationalen Beobachtertruppe in die Autonomiegebiete in den kommenden Tagen erneut vor den UN-Sicherheitsrat bringen. Der ständige palästinensische Beobachter bei den Vereinten Nationen in New York, Nasser el Kidwa, sagte am Mittwochabend (Ortszeit), wann der Entwurf vorgelegt werde, hänge von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten und bei den Gesprächen der Konfliktparteien in Washington ab. Der Sicherheitsrat hatte den von blockfreien Staaten eingebrachten Resolutionsentwurf am Montag mit acht von 15 Stimmen abgelehnt. Für die Annahme des Textes sind neun Stimmen erforderlich.

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