Palm legen deutlich zu
Chipwerte beflügeln die US-Börsen

Auch am Donnerstag präsentierte sich die Wall Street freundlicher. Insbesondere die arg gebeutelten Computer-Aktien legten zu. Dagegen verloren Pharmatitel.

sfu/Bloomberg NEW YORK. An der Wall Street bauten die Indizes am Donnerstag ihre Vortagsgewinne aus. Der Markt gewöhne sich an die Angriffe in Afghanistan, sagten Händler. Zudem waren in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend zurückgegangen. Neben der positiven Grundstimmung sorgten zuversichtliche Unternehmensmeldungen für den Kursauftrieb. Insgesamt haben die wesentlichen Indizes Dow, Nasdaq und S & P seit den Tiefstständen am 21. September zwischen 15 % und 20 % zugelegt.

Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte lag bei Handelsschluss um 1,8 % höher bei 9 407 Punkten. Mit plus 1,5 % ging es beim weiter gefassten Standard & Poor?s Index etwas schwächer nach oben. Um 4,6 % kletterte hingegen die technologielastige Nasdaq.

Denn vor allem Technik-Aktien waren gefragt. "Ich suche nach Kaufmöglichkeiten", sagte Fondsmanager Tim Chesterfield (Pavilion Asset Management). Allmählich setze sich die Hoffnung durch, dass der absolute Tiefpunkt überwunden sei.

Die Papiere des Chipherstellers Intel notierten rund 6 % stärker. Zuvor hatten andere Halbleiterkonzerne wie Motorola und das taiwanesische Unternehmen United Microelectronics zuversichtliche Nachrichten verkündet. Die Nachfrage nach Halbleitern sei wieder leicht gestiegen, teilte Motorola mit. United Microelectronics erwirtschaftete im September ein Umsatzplus von 8 % zum Vormonat.

Auch der Markt für Laptops und digitale Agenden belebe sich, verkündete der Hardware-Produzent Compaq. Die Aktien stiegen um rund 1,5 %. Ordentlicher zulegen konnten die Aktien des Handcomputer-Herstellers Palm. Die Werte gewannen fast 30 %. Um den Verkauf anzukurbeln, hatte Palm die Preise für zwei seiner Produkte deutlich gesenkt.

Nicht ganz so rosig sieht die Zukunft für den Internetdienstleister Yahoo aus. Am Mittwoch hatte das Unternehmen für das letzte Quartal ein Umsatzminus von 44 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bekannt gegeben. Immerhin lag dies im Rahmen der Erwartungen. Yahoo-Chef Terry Semel kündigte eine Neuordnung des Geschäfts und Entlassungen an. Die Titel legten zeitweise um 15 % zu, mussten ihre Gewinne im Handelsverlauf aber teilweise wieder abgeben.

Eindeutig auf der Verliererseite standen am Donnerstag die Pharmatitel. Johnson & Johnson notierten rund 3 % schwächer. Eine Studie hatte gezeigt, dass ein Arthritis-Medikament des Unternehmens unter Umständen Tuberkulose auslösen kann. Im Fahrwasser von Johnson & Johnson bröckelten auch die Papiere von Merck.

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